FinTechs, FinTechs unterstützen Selbstständige und KMU, Ilona Orthwein Unternehmens- und Organisationsberatung

FinTechs unterstützen Selbstständige und KMU

FinTechs unterstützen Selbstständige und KMU

Ergebnisse eines Meetings mit verschiedenen FinTechs in Berlin

Fast die Hälfte aller der kleinen und mittleren Unternehmen klagt über einen erschwerten Zugang zu Bankkrediten. Für Gründer*innen und Startups ist der Zugang zu Investitionskrediten trotz diverser staatlicher Fördermaßnahmen immer noch nicht leicht. Ohne kompetente Beratung und fachliche Begleitung schafft es kaum jemand, die richtige Finanzierung zu optimalen Konditionen zu bekommen. Als besonders problematisch erweist sich in der Praxis zudem der Zugang zu Betriebsmittel– und Rahmenkrediten. Und nicht selten ist es – vorübergehende – Liquiditätsengpässe, welche ein Unternehmen ernsthaft in seiner Existenz gefährden.

Neue digitale Angebote helfen Unternehmen bei der Finanzierung

Am 23.05.2019 hatte ich Gelegenheit im Rahmen eines Meetings in der renommierten Kanzlei Luther nicht nur Vertreter der Firma iwoca wiederzusehen. Ich konnte mich auch neu über die Angebote der creditshelf AG , das Factoring-Portal Rechnung.de und die VAI Trade GmbH informieren und zu den jeweiligen Firmenrepräsentanten persönliche Kontakte aufbauen.

Komplexes Gesamtangebot durch Diversifizierung

Die neuen FinTechs lösen die klassischen Universalbanken ab, ohne Banken an sich überflüssig zu machen. Aber die Komplexität der  Finanzierungsmöglichkeiten und die Möglichkeiten durch die Digitalisierung, lassen sich kaum durch ein einziges Institut darstellen. FinTechs mit ihrer klaren Positionierung und spezifischen Angeboten sind besser und effizienter. Das macht sie schneller und kundenfreundlicher.

Hier nun die FinTechs, die ich beim o. g. Meeting traf und deren Angebot ich für unsere Klienten sehr wertvoll finde:

  • Die creditshelf AG vermittelt über ihre Plattform Unternehmenskredite mit einem Volumen von 100.000 EUR bis 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von bis zu 60 Monaten. Zielkunden sind deutsche KMU ab 2,5 Mio EUR bilanziertem Jahresumsatz. Die Kredite werden von akkreditierten professionellen Investoren über eine geschlossene Auktion vergeben und durch eine voll lizensierte Partnerbank ausbezahlt.
    Unternehmen bezahlen eine Servicegebühr nur bei erfolgreichem Abschluss und Auszahlung des Kredits. Die Tilgung erfolgt wahlweise entweder am Ende der vereinbarten Laufzeit oder monatlich annuitätisch.
    B
    esonders geeignte ist das Angebot für die Finanzierung von Betriebsmitteln, saisonalen Kapitalbedarf,  Wachstum, Nutzung von Skonti, Ausrüstungsfinanzierung, M&A / Nachfolge, Projektfinanzierung, Lageraufbau, Digitalisierungsanforderungen.
  • Rechnung.de wendet sich an kleine Unternehmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige. Über das Portal können Rechnungen – unabhängig von der Betragshöhe! –  zur Vorfinanzierung eingereicht werden. Man wirbt mit einem Rundum-Service von der (kostenfreien) Online-Rechnungserstellung bis hin zum Mahnverfahren. Auch „echtes Factoring“, d. h. Rechnungsankauf mit Ausfallschutz an. Das Angebot scheint mir so auf den ersten Blick noch attraktiver als das des Konkurrenten Fundflow, das ich bereits auf dem Blog vorgestellt habe.
    Besonders interessant ist dieses Angebot für Dienstleister im B2B-Geschäft. Gerade wer für Behörden oder andere größere Organisationen mit schwerfälligen Prozessen arbeitet, kennt die Probleme des langen Wartens auf Bezahlung fälliger Rechnungen.
  • iwoca bietet Selbstständigen und Kleinunternehmen revolvierende Kreditlinien / Rahmenkredite bis 100.000 EUR an. Das Unternehmen ist in Großbritannien, Polen und Deutschland am Markt und wirbt mit schnellster Bearbeitung. Beim Meeting wurde ein Fall erwähnt, bei dem es von der Anfrage bis zur Valutierung nur 3 Minuten 27 Sekunden vergangen sind. Das funktioner allerdings nicht in Deutschland. Denn hierzulande braucht es wegen verschiedener Regulative eben i. d. R. 24 Stunden von Beantragung bis Auszahlung.
  • Das FinTech VAI Trade bietet für kleine und mittelständische Unternehmen die Finanzierungen von Wareneinkäufen bis 50.000 EUR weltweit an und wirbt – ebenso wie die anderen FinTechs mit sehr kurzen Bearbeitungsfristen. Banken haben sich aus dem Geschäft der Vorfinanzierung von (internationalen) Wareneinkäufen für KMU weitgehend zurückgezogen.

 

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Über den Autor

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Ilona Orthwein administrator

Kauffrau und Sozialwissenschaftlerin (M.A.), über 12 Jahre im internationalen Bankgeschäft tätig, seit 2003 Inhaberin der "Ilona Orthwein Unternehmens- und Organisationsberatung", Finanzierungs-, Digitalisierungs- und Crowdfunding-Expertin, tätig für diverse Beratungsförderprogramme, Referentin und Autorin von Fachpublikationen.

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