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Corona und wir – Initiative Unternehmer mit Herz

Unternehmer mit Herz – wir sind dabei!

Eine Initiative mittelständischer Unternehmen

Vor einigen Wochen haben wir uns der Initiative „Unternehmer mit Herz“ angeschlossen.

Unser Unternehmen steht seit seiner Gründung für die Gleichbehandlung aller Menschen, die mit uns zu tun haben: (freie) Mitarbeiter*innen, Klient*innen, Geschäftspartner*innen und weitere Stakeholder.  Niemand wird bei uns aufgrund sozialer Herkunft, persönlicher Überzeugungen, Religionszugehörigkeit, Geschlecht, Hautfarbe etc. diskriminiert. Damit folgen wir nicht nur dem Allgemeinen Gleibehandlungsgesetz (AGG) wie es seit 2006 gilt, sondern diese „ehernen“ Grundsätzen galten für uns schon immer. Und an diesen halten wir auch in der Corona-Krise fest.

Nicht zuletzt deshalb finden wir es wichtig, gemeinsam mit vielen anderen mittelständischen Unternehmen in der Initiative „Unternehmer mit Herz“ Gesicht zu zeigen und ein Zeichen zu setzen gegen die Diskriminierung von Menschen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, für ihre vom Grundgesetz garantierte körperliche Unversehrtheit Gebrauch machen und sich gegen eine Corona-Impfung (=medizinischer Eingriff) entscheiden.

Das heißt selbstverständlich nicht, dass wir Impfgegner seien. Wir sind aber überzeugt, dass die Entscheidung für oder gegen eine Impfung immer eine individuelle sein sollte, welche die Betreffenden nach umfänglicher Beratung und individueller Risikoabwägung mit ihren, über gut informierten (Haus-)Ärzten treffen sollten.

Wir befolgen alle Hygiene-Maßnahmen und die staatlichen Regeln des Infektionsschutzes. Wir setzen diese schon seit März 2020 konsequent um. Zudem bieten wir Mitarbeitenden und Mandanten seit dem Frühjahr 2021 kostenlose Schnelltests an – bezahlt von uns selbst und nicht vom Staat.

Nachstehend finden Sie persönliche Betrachtungen und Analysen zur gegenwärtigen Krise…



Von großer Solidartät zur gesellschaftlichen Spaltung

Eine Retrospektive

Als im März 2020 die Pandemie von der WHO  ausgerufen und der erste Lockdown in Deutschland am 22. März 2020 verhängt wurde, zeigte die Gesellschaft, wenn man von gewissen Hamsterkäufen einmal absieht, großes Verständnis und Solidarität. Die Menschen reduzierten sogar schon vor dem offiziellen Lockdown ihre Kontakte. Jüngere gesunde Menschen erledigten Botengänge und Einkäufe für Ältere und Risikogruppen. Über Portale wie Nebenan.de organisierte sich nachbarschaftliche Hilfe. Bei den „Tafeln“ sprangen Studierende ein, um die überwiegend älteren Ehrenamtlichen zu schützen. Kleine und größere Unternehmen begannen dringend benötigte Masken, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel zu produzieren. Mitarbeiter*innen von Unternehmen hielten digital quasi vom heimischen Küchentisch aus den sprichwörtlichen „Laden am Laufen“. Kurzum: Deutschland erlebte eine große Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Nicht zuletzt deswegen kam unser Land so gut durch die erste Corona-Welle, weil Unternehmen und Privatpersonen sich an der Basis bemühten, jene Mängel zu kompensierten, welche letztlich unsere Regierung durch fehlende Pandemie-Vorbereitungen zu verantworten hatte.

Während sich die Zivilgesellschaft mühte, die Krise gut zu meistern, erschien im Bundesinnenministerium ein später als „Panikpapier“ bekannt gewordenes Pamphlet. Darin wurden Überlegungen angestellt, wie man „Akzeptanz und Sinnhaftigkeit von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen“ (S.1) den Bürgern näher bringen könnte. Darin ist u. a. zu lesen:

Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei  einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen.“ (S. 13)

Man darf sich angesichts solcher Zeilen fragen, welches Menschenbild hier vorliegt. Das christliche ist es sicher nicht.

Nicht zuletzt solche Veröffentlichungen dürften es gewesen sein, welche Besorgnisse  geschürt und „Querdenkern“ u. ä. Gruppen den Weg bereiteten.

Proteste und Demonstrationen sind nicht zuletzt aufgrund der deutschen Historie fester Bestandteil unserer freiheitlichen Demokratie. Dazu gehört auch, dass Mindermeinungen zu Worte kommen und ertragen werden müssen. Üblich war es bis zur Corona-Krise auch, seitens Politik und Medien einen sachlichen Dialog zwischen den unterschiedlichen Meinungen zu fördern. Diese Herangehensweise hat sich seit Mitte 2020 aber grundlegend geändert. „Covidioten“, „Schwurbler“, „Verschwörungstheoretiker“, „Coronaleugner“ etc.  wurden zu  gängigen Bezeichnungen für mehrheitlich friedlich Protestierende. Passend dazu präsentierten Medien als „Gesichter der Bewegung“ bevorzugt Sonderlinge mit skurrilen oder gar gefährlichen Ansichten.

Das negative „Framing“ erfasste bald auch Prominente, wenn sie sich mit den „Covidioten“ gemein zu machen schienen. So traf es  u. a. den konservativen Ökonom und Investor Prof. Max Otte, langjähriges Mitglied der CDU und deren Werteunion, früher gern gesehener TV-Talkshow-Gast, z. B. bei Anne Will.

Auch andere, früher hoch geachtete Wissenschaftler*innen wurden schnell zur Corona verharmlosenden oder gar Corona leugnenden „personae non gratae“ erklärt, sobald sie sich – mit durchaus nachvollziehbaren Argumenten – gegen den politischen Mainstream äußerten. In der Folge haben sich die kritischen Stimmen vielfach in die „unendlichen Weiten“ und Echokammern des Internet zurück- und damit ihrerseits dem sachlichen Diskurs entzogen.

In der – epidemologisch vorhersehbaren – zweiten Corona-Welle im Herbst / Winter 2020/21, zeigte sich, dass es gerade öffentliche Einrichtungen wie Schulen waren, die nicht ausreichend gerüstet waren, wohingegen die Privatwirtschaft sehr viel in Hygieneschutzmaßnahmen investiert hatte. Dennoch traf der erneute Lockdown im Herbst / Winter viele Unternehmen hart. Die Beschränkungen wurden teilweise bis zum Juni 2021 aufrecht erhalten.

Nun, im November 2021 erleben wir in Form der „4. Welle“ eine Wiederkehr der pandemischen Zustände. Es gibt neuerliche Beschränkungen, die inzwischen schon bis März 2022 avisiert sind. Kleine und mittlere Betriebe, die es bislang geschafft haben, die Krise mit Hilfe finanzieller Ressourcen, staatlicher Hilfen und der Solidarität ihrer Mitarbeitenden zu überstehen, droht nun endgültig die sprichwörtliche Puste auszugehen, auch wenn – Stand 24.11.2021 – Überbrückungshilfen und Neustarthilfen bis 31.03.2022 verlängert worden sind.

Meinten wir nicht, das alles längst überwunden zu haben? Immerhin bekamen wir doch vor einem Jahr die modernsten, auf Gentechnik basierende Impfstoffe. Sie sollten der „Game Changer“ in der Pandemie sein. „Die Impfung ist der einzige Weg aus der Pandemie“, postulierte es der hessische Ärztekammerpräsident im Juli 2021. Damit stand er nicht allein, sondern simmte in den großen Chor von Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Leitmedien ein.

Seitdem sich aber abzeichnet, dass das Corona-Virus sich nicht so einfach besiegen lässt, werden Schuldige gesucht. Was läge da näher als die bislang Ungeimpften ins Visier zu nehmen? Schnell werden sie zum Sündenbock für die negativen Entwicklungen gemacht  – nicht zuletzt für die erneut angespannte Lage in den Krankenhäusern. Der Begriff von einer „Pandemie der Ungeimpften“ macht die Runde. Öffentlich und von prominenter Stelle werden Ungeimpfte als „Gefährder“ oder „Tyrannen“ bezeichnet und zunehmend werden Rufe nach Zwangsmaßnahmen und Bestrafungen laut.

Denn die Impfungen, so hat man uns immer wieder versichert, seien super wirksam und völlig unschädlich. Sie immunisierten die Geimpften angeblich auf mindestens 12 Monate und solltem sogar eine Weitergabe der Infektion weitgehend verhindern. Daran glaub(t)en wir. Schließlich haben wir uns – manche sogar nach durchgemachter Corona-Infektion – vertrauensvoll die Spritze(n) geben lassen und so unseren „Solidarbeitrag“ im Kampf gegen das tückische Virus geleistet.

Nun, die Mehrheit der Deutschen ist inzwischen geimpft. Zurück geblieben ist eine Minderheit, die sich, aus welchen Gründen auch immer, (erstmal) gegen eine Corona-Impfung entschieden hat. Diese Ungeimpften machen von ihrem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (Art.2.2) Gebrauch, und es sollte eigentlich klar sein -nicht zuletzt aufgrund der deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts -, dass unser Staat kein Recht hat, Menschen gegen ihren Willen zu medizinischen Eingriffen zu zwingen.

Es ist erschreckend mitzuerleben, wie in unserer, sonst so sehr auf Diversität und Minderheitenschutz bedachten Gesellschaft Menschen an den öffentlichen Pranger gestellt werden, deren Vergehen nichts anderes ist, als sich gegen einen medizinischen Eingriff am eigenen Körper oder dem ihrer Kinder zu entscheiden.

Diffamierungen, Hetze, Druck und Angstmacherei sind wohl kaum dazu angetan, Positives zu bewirken. Sie spalten eine Gesellschaft. Und man darf sich fragen, wie wir nach all dem in einer Post-Corona-Zeit wieder zu einem guten Miteinander finden sollen.


Die Impfung als (Irr-)Weg aus der Corona-Krise?

Impfungen sind eine tolle Erfindung. Als Kind lernte ich „Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam“. Und obwohl ich Mutter eines impfgeschädigten Kindes bin, finde ich Impfungen gut und sinnvoll.  Aber Viren mit Hilfe von Impfungen aus der Welt zu vertreiben, ist wohl eher die Ausnahme als die Regel. Bei Pocken ist es einmal gelungen, bei Masern könnte es gelingen, bei den mutationsfreudigen Erkältungs- und Grippeviren – wozu auch die Coronaviren zählen, scheint es ein müßiges Unterfangen. Dennoch sind Impfungen auch hier sinnvoll, insbesondere für Risikogruppen, wie Ältere, Vorerkrankte usw.  Dafür wurden die neuartigen Corona-Impfstoffe entwickelt. Erinnern wir uns: Man wollte Risikogruppen vor Tod und schwerem Krankheitsverlauf schützen und Horrorszenarien wie Anfang 2020 in Bergamo vermeiden.  Als die neuartigen Impfstoffe endlich da waren, schienen sie aber weit mehr zu können. Sie sollten die Geimpften längerfristig schützen und, wenn auch nicht vollständig, so doch in hohem Maße eine Weitergabe des Virus verhindern. So wurde es von Politik und Medien verbreitet.

Als neugierige  „Zahlen- und Faktenfrau“ habe ich versucht, mehr über die Impfung, ihre Nebenwirkungen und tatsächliche Wirksamkeit zu erfahren. Erste Hinweise fand ich in dem Video „Die Pandemie in den Rohdaten„, mit dem der Marcel Bartz einen Beitrag zum öffentlichen Diskussion leisten wollte. Herr Bartz, der sich selbst einen „Erbsenzähler“ nennt, ist ein Informatiker aus dem Land Brandenburg, der viele Jahre in Berlin eine Firma hatte, die für Unternehmen Daten analysierte und aufbereitete. Man darf ihm also eine gewisse Expertise zutrauen. Leider fiel das Video kurz nach seiner Veröfffentlichung mehrfach übereifrigen „Faktencheckern“ um Opfer, wurde bei YouTube gelöscht, dann jedoch von Fans aber immer wieder hochgeladen, und inzwischen begnügt sich YouTube mit seinem üblichen Corona-Warnhinweis.

Absolute und relative Risikoreduktion

Herr Bartz analysierte u. a. die  Zahlen aus der Zulassungsstudie von BioNTech. Dabei fiel ihm die große Diskrepanz zwischen absoluter und relativer Wirksamkeit auf. Wobei uns, d. h. der Öffentlichkeit immer nur die hohen  Zahlen der relativen Wirksamkeit übermittelt wurden.

Quelle: Marcel Bartz

Das, was Herr Bartz herausfand, bestätigte im April 2021 eine Studie, die in einer ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Hier wurden alle in Europa verwendeten Impfstoffe – auch der russische, nicht in der EU zugelassene –  hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht und verglichen (vgl. Olliaro et al., The Lancet, 20.4.2021).  Auffällig war bei allen Impfstoffen die Diskrepanz zwischen relativer und absoluter Risikoreduktion.

Zur Erklärung: Die allgemeine Risikorreduktion (ARR) berücksichtigt das allgemeine Risiko mit Covid-19 infiziert zu werden, bezogen auf eine Gesamtgruppe. Die relative Risikoreduktion“(RRR) dagegen vergleicht die Anzahl tatsächlich Erkrankter –  mit und ohne Impfung. Das waren in der Phase 3-Studiengruppe von BioNTech-Pfizer 169 Personen (ungeimpft) gegenüber neun Geimpften.

Die Verfasser der o. g. Studie kritisieren den öffentlichen Fokus auf die Werte der relativen Risikoreduktion (RRR). Diese Werte laden zu Trugschlüssen hinsichtlich der Wirksamkeit ein. Sie stellten klar , dass die allgemeine Risikorreduktion (ARR) nur bei 1,3% für Impfungen mit AstraZeneca liegt, bei 1,2% mit Moderna, bei 1,2% für Johnson & Johnson, sowie bei 0,84% für BioNTech / Pfizer und bei 0,93% für Sputnik V, dem russischen Vektor-Impfstoff liegt.

Die RRR wird im Pharmamarketing meines Wissens grundsätzlich gerne genommen, weil sie bessere Zahlen liefert. Aber kann das die Grundlage für weitreichende politische Entscheidungen und Anlass für eine Massenimpfkampagne zur Immunisierung der Bevölkerung sein?

Zwischenzeitlich wurden die Aussagen zu den hohen Werten seitens der WHO nach unten korrigiert auf ca. 40 Prozent,  ohne allerdings klar zu stellen, dass es sich hier nach wie vor um die relative Riskoreduktion (RRR) handelt.

Hinzu kommt, dass erste Studien aus Israel schon im Sommer d. J. darauf hingedeutet haben, dass die Wirkung der Impfungen nicht sehr langanhaltend ist. Man spricht von durchschnittich 6 Monaten. [Anmerkung: Am 25.11.2021 meldete die ARD, dass in Israel trotz extrem hoher Impfquote und Boosterimpfungen steigen die Infektionszahlen steigen – also rollt hier gerade die „5. Welle“ an.]

Im Oktober d. j. erschien ebenfalls in „The Lancet“ eine „prospektive, Längsschnitt-, Kohortenstudie“ zur Übertragbarkeit des Virus bei Geimpften und Ungeimpften. Man kommt hier zu dem Schluss: „…vollständig geimpfte Personen mit Durchbruchinfektionen haben eine ähnliche Spitzenviruslast wie ungeimpfte Fälle und können die Infektion im eigenen Haushalt gut übertragen, auch an vollständig geimpfte Kontaktpersonen…“ (eigene Übersetzung).

Die Idee durch die Impfung eine „Herdenimmunität“ der Bevölkerung zu erreichen, ist damit ad absurdum geführt. In den Medien wird dafür aber nicht der Impfstoff verantwortlich gemacht,  sondern die neuen Varianten des Virus. Aktuell (seit Juni / Juli) ist aus Indien die „Delta-Variante“ zu uns gekommen, welche wesentlich infektiöser und – zumindest einem bekannten „SPD-Gesundheitsexperten“ zufolge  – auch viel gefährlicher als die früheren Varianten sei. Und schon (Tagesschau 26.11.2021) bedroht uns eine „neue Variante mit vielen Mutationen“ aus Südafrika.

Das ist aber für die Impfstoffhersteller bislang kein Grund, ihre Impfstoffe anzupassen. Dabei ist die Anpassung auf neue Mutationen ein Vorgang, der bei den Grippeimpfstoffen seit langem üblich ist, und das, obschon diese mit den raditionellen Herstellungsverfahren nach meiner Kenntnis als teurer und aufwendiger zu verändern sind als die neuen gentechnischen Impfstoffe. Aber dann bräuchte es ja wieder eine neue Zulassung, und die ist schwierig. Denn „eine der größten Schwierigkeiten besteht nun für alle Hersteller darin, die Effektivität angepasster Impfstoffe zu evaluieren. Da bereits große Teile der Bevölkerungen geimpft sind, dürfte es schwierig werden, eindeutige Daten aus der Lebenswelt zu bekommen. Wahrscheinlich werden deshalb vor allem Laborwerte zur Bewertung der angepassten Impfstoffe herangezogen. (vgl. https://www.mdr.de/wissen/covid-impfung-vorerst-keine-anpassung-100.html vom 21.10.2021). Also wird weiterhin das verimpft, was auf Basis des genetischen Codes des ursprünglichen „Wuhan“-Virus entwickelt wurde.

Frage: Kann ein Impfstoff  mit den benannten Eigenschaften tatsächlich der „einzige Weg aus der Pandemie“ sein?

Wenn ja, dann wäre es ein extrem teurer und aufwendiger Weg, müsste man doch angesichts der Eigenschaften des Virus (endemisch) und der inzwischen ebenfalls festgestellten kurzen und Schutzwirkung der Impfungen wohl die gesamte Bevölkerung stetig vollständig geimpft halten, um ein epidemisches Auftreten neuer Krankheitsfälle zu verhindern. Hinzu kommt das Risiko, das neue Virus-Varianten gar nicht erreicht werden können. Unser Gesundheitssystem würde durch die stetigen Nach-Impfungen vermutlich bald finanziell sowie logistisch an seine Grenzen gelangen.

Die Kombination aus natürlicher Immunität und Impfung als Lösung?

Folgt man den Aussagen von Prof. Dr. Christian Drosten im September 2021, ist die Kombination aus natürlicher Immunität durch eine durchgemachte Infektion in Kombination mit der Impfung der beste langfristige Immunschutz. Er empfahl darum eine Auffrischungsimpfung („Booster“) nur den Risikogruppen, wohingegen gesunde Erwachsene, sich durch natürliche Infektion von selbst „boostern“ würden.

Moderna-Chef Stéphane Bancel sieht es ähnlich, will aber auch – verständlich für ihn als Chef einer Herstellerfirma – auch Nicht-Risikogruppen in größeren Abständen boostern. Er sagte kürzlich : „Die Wirkung der Impfung nimmt kontinuierlich ab.“ Er erwarte darum, dass Auffrischungsimpfungen für ältere Menschen jährlich nötig seien, für jüngere Menschen alle drei Jahre. Bancel verwies dazu auf Erfahrungen mit der mutmaßlich durch das OC43-Coronavirus ausgelösten „Russischen Grippe“*, mit der die Menschheit seit mehr als 100 Jahren lebe.

Mir drängt sich dabei die Frage auf, weshalb man junge, gesunde Menschen, die keiner Risikogruppe angehören, überhaupt impfen muss, wenn sie durch ein oder zwei natürliche Infektionen innerhalb von ein paar Jahren sowieso eine Immunität aufbauen…. ?

[*An der „Russischen Grippe“ erkrankten 1890 allein in London, der damals  mit knapp 5 Mio. Einwohnern größten Stadt der Welt, 10 – 15 Prozent der Bewohner. Davon verstarb ca. 1 Prozent. Abgesehen von den wesentlich höheren Infektions- und Todeszahlen der Russischen Grippe in Relation zu COVID-19 gibt es viele Ähnlichkeit sowohl im Krankheitsverlauf als auch in Bezug auf die Synptome.]


Die „Pandemie der Ungeimpften“ – ein Narrativ zerbröckelt

Am 20.11.2021 ist in „The Lancet“, jener bereits oben erwähnten renommierten medizinischen Fachzeitschrift, ein Beitrag aus Deutschland erschienen unter dem Titel COVID-19: stigmatising the unvaccinated is not justified, der belegt, dass  55,4 % der symptomatischen COVID-19 Fälle bei der Risikogruppe der über 60-Jährigen vollständig Geimpfte betreffen.

Dr. Christian Drosten sagte in einem Interview im „ZEIT online“ am 10.11.2021: „Wir haben keine Pandemie der Ungeimpften, wir haben eine Pandemie. Und wir haben Menschen, die noch sehr gefährdet sind, die älteren Ungeimpften. …Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften.“  Und Prof. Dr. Alexander Kekulé, seines Zeichens Virologe, Epidemiologe und langjähriger Berater der Bundesregierung zum Thema Seuchenschutz kritisierte am 18.11.2021 in der Sendung „Markus Lanz“ die fatale Kommunikation die 2G-Regel, welche Geimpfte in falscher Sicherheit wiege und so der Virus-Verbreitung Vorschub leisten.  [Dr.mKekulé hatte übrigens mit seinem SMART-Konzept schon im Frühjahr 2020 eine vernünftige Langfriststrategie zum Leben mit Corona selbst ohne Impfungen entworfen.]

Last but not least sein noch aufeine länderübergreifende Studie hingewiesen, die am 30.09.2021 im „European Journal of Epidemiology“ erschienen ist und zu dem Schluss kommt, dass sich die COVID-19 Infektionsrate von der Impfrate entkoppelt hat: „Increases in COVID-19 are unrelated to levels of vaccination across 68 countries and 2947 counties in the United States.“


Fazit: Wir müssen umdenken und handeln!

Stand 23.11.2021 zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) 5.430.911 nachgewiesene Infektionen in inzwischen rund 20 Pandemie-Monaten. Bezogen auf eine deutsche Gesamtbevölkerung von 83,1 Mio   ist also bei rund 6,5 Prozent der Bundesbürger inzwischen eine COVID-19 Infektion nachgewiesen worden. Impfdurchbrüche inzwischen 71, 4 % – und mehr als die Hälfte der an Corona-Toten war vollständig geimpft. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie „mit oder an“ dem Virus leider verstorben nd, beträgt 99.433 also 0,1 Prozent. Die Mehrheit der Verstorbenen finden wir in der Altersgruppe 80 +.

Diese Zahlen werden bis zum Ende der „Grippe-Viren-Saison“ im April / Mai vermutlich weiter steigen und neue Opfer fordern. Es ist also Zeit, zu handeln. Ob (Booster-)Impfungen für alle der richtige Weg sind, ist mehr als fraglich angesichts der Tatsache, dass es nicht nur immer hartnäckige Impfverweigerer geben wird, sondern wir inzwischen auch immer mehr über die  – teilweise schweren bis tödlichen – Nebenwirkungen der Corona-Impfung und zugleich deren eingeschränkte Wirksamkeit erfahren haben.

Es ist also höchste Zeit, neue Wege zu beschreiben. In diesem Zusammenhang möchte ich den österreichischen Philosophen, Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawik zitieren. Er schreibt in seiner „Anleitung zum Unglücklichsein“ [Watzlawik, 1988, S.28/29]:

„… (das) sture Festhalten an Anpassungen und Lösungen, die irgendwann einmal durchaus ausreichend erfolgreich, oder vielleicht sogar die einzig möglichen gewesen waren … führt zu einer zweifachen Blindheit: Erstens dafür, dass im Laufe der Zeit die betreffende Anpassung eben nicht mehr die bestmögliche ist, und zweitens dafür, dass es neben ihr schon immer eine ganze Reihe anderer Lösungen gegeben hat oder zumindest nun gibt. Die doppelte Blindheit hat zwei Folgen: Erstens macht sie die Patentlösung immer erfolgloser und die Lage immer schwieriger und zweitens führt der damit steigende Leidensdruck zur scheinbar logischen Schlussfolgerung, nämlich zur Überzeugung, noch nicht genug zur Lösung getan zu haben. Man wendet also mehr derselben ‚Lösung‘ an und erreicht damit genau mehr desselben Elends.“

Die Impfung mag eine Möglichkeit sein, Risikogruppen zu schützen, aber sie ist gewiss kein „einziger Weg aus Pandemie“. Im Gegenteil, im Streit um sie zerfällt unsere Gesellschaft. Es besteht durchaus die Gefahr, dass einzelne Gruppen die Situation ausnutzen und bislang friedliche Proteste in Gewalt umschlagen. Zudem droht unserer mittelständisch geprägte Wirtschaft nachhaltig Schaden zu nehmen angesichts immer neuer Beschränkungen, Aufwendungen bei der Umsetzung von des neuen Infektionsschutzgesetzes (gültig seit 24.11.2021), sowie der 2G, 2G+ und 3G-Regeln und nicht zuletzt einen Streit um Impfentscheidungen Mitarbeitender.

Betrachten wir die Lage realistisch: Die Mehrheit der Menschen, ob nun geimpft oder ungeimpft, wird auch weiterhin nicht aufgrund einer Corona-Infektion wirklich schwer erkranken oder gar versterben. Geschützt werden müssen vor allem Risikogruppen, insbesondere die alten Menschen in Pflegeheimen. Dort hat die Krankheit bislang die meisten Opfer gefordert. Um diese und uns selbst zu schüzten, stehen uns, anders als 2020, neben den Impfungen inzwischen verschiedene Test-Möglichkeiten, professionelle Schutzmasken und Hygienekonzepte zur Verfügung.

Was wir aber nach wie vor nicht haben, sind effektive Behandlungskonzepte für Corona-Patienten im Frühstadium. Derzeit läuft es leider so: Positiv PCR-Getestete werden unverzüglich nach Hause in Quarantäne geschickt, wo sie dann Mitbewohner infizieren können. Eine ärztliche Betreuung gibt es im Regelfall nicht. Nach eigenen Recherchen und persönlichen Erfahrungen ist die Begründung, die Infizierten seien viel zu ansteckend und es gäbe für sie sowieso keine effektive Behandlung. Telefonberatungen und die Verabreichung allgemeiner Grippe- und Erkältungsmittel sind offenbar das Maximum, was ein Corona-Patient im Frühstadium hierzulande zu erwarten hat. Anders als bei anderen Infektionskrankheiten wagt es, scheinbar kaum ein Hausarzt, obwohl selbst geimpft, die Betroffenen persönlich zu untersuchen, um z. B. eine Differenzialdiagnose zu stellen oder frühzeitig mit einer ambulanten Sauerstoffversorgung zu beginnen. Wenn sich dann der Zustand der Infizierten erheblich verschlechtert, kommen sie ins Krankenhaus, wo das Pflegepersonal nach 20 Pandemiemonaten sowieso am Limit ist.

Auf diese Zustände sollten wir unser Augenmerk richten und nach Lösungen suchen, statt Energien mit dem „Bashing“ Ungeimpfter zu verschwenden.


Weiterführende Links:

„In unserem Land passiert gerade Unheil“- Interview mit dem Epidemiologe und ehemalige Leiter des bayrischen Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, Friedrich Pürner

www.allesaufdentisch.tv – Kulturschaffende im Gespräch mit Expert*innen unterschiedlicher Fachrichtungen rund um das Thema Corona

https://www.bundestag.de/resource/blob/850806/7bd14581e33890e68fe7d57ee67d4cbf/19_14-2_13-2-_ESV-Tom-Lausen-_Langfriste-Konsequenzen-data.pdf  – Stellungnahme des Sachverständigen Tom Lausen im Bundestag

Vaccine Surveilance Report der britischen Arzneimittelbehörde https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1034383/Vaccine-surveillance-report-week-46.pdf

Impfschadenmelden.de im Gespräch – Impfschaden melden kann Leben retten

Kliniksterben in der Pandemie – Beitrag von ARD Plusminus am 17.02.2021

Aus Israel: Das Testimony-Projekt zur Massenimpfung

Corona-Impfpflicht in Deutschland? Ja oder Nein? „Auf keinen Fall“, sagt der Kinder- und Jugendarzt Dr. Steffen Rabe im MDR AKTUELL am 23.11.2021

 

 

Gründungsideen: Nachhaltigkeit im Fokus

Gründungen mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit

In unserem eigenen kleinen „Entrepreneurship Lab“ beraten und fördern wir bevorzugt Gründungsideen mit Fokus auf ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit. Drei davon wollen wir Ihnen hier vorstellen:

1. Raumverleih.de  – eine Plattform zur besseren Nutzung von gewerblichen Räumen

Coworkingspaces, wo sich viele Menschen Büros, Konferenzräume oder auch nur einen Schreibtisch teilen, haben sich in Großstädten inzwischen etabliert. Aber was ist mit dem Yogalehrer, der gerade startet – vielleicht auch erstmal im Nebenerwerb? Oder mit der Gründerin eines Cateringunternehmens, die nur gelegentlich eine professionelle Küche braucht? Oder den Handwerker*innen mit großer Motivation, und guten innovativen Ideen, denen es an Startkapital für eine Werkstatt fehlt?

Hier setzt das Plattform-Projekt von Sabine Wicher und ihrer Partnerin Nicole ein. Ihr Ziel ist eine neue bessere Auslastung von Räumen, die es bereits gibt und die stunden oder tageweise ungenutzt sind. Diese freien Zeiten wollen die Gründerinnen anderen zugänglich machen.
Das ist gut für die Raumverleiher*innen, die so Geld verdienen. Das ist gut für die Zwischennutzer*innen, die einen Raum nur für die tatsächlich benötigte Zeit anmieten. Das ist gut für unsere Städte, wo Räume ein knappes Gut sind. Und es ist auch ökologisch nachhaltig denn vorhandene Räume effizienter nutzen, schont  Ressourcen.

2. SmartFit Bildungsinstitut – Online-Nachhilfe für Kinder und Jugendliche mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund

Seit Mitte 2019 bietet der aus Syrien stammende Lehrer Khaled Daghstani mit seinem Team qualifizierten Pädagogog*innen Nachhilfe für Kinder und Jugendliche mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund an. Viele dieser Kinder haben schulische Defizite aufgrund von Krieg, Vertreibung und Flucht. Mangelnde Deutschkenntnisse, nicht zuletzt der Eltern, erschweren ein Schritthalten im deutschen Schulsystem. Und finanzielle Bschränkungen erlauben es den Eltern vielfach nicht, Nachhilfeunterricht zu bezahlen. Die Lösung: Preisgünstiger Online-Unterricht in Kleingruppen erteilt durch muttersprachliche Lehrer*innen.

Die Corona-Krise beförderte diese Idee. Denn dem jungen Unternehmen gelang es, schnell auf die Anforderungen des Homeschooling einzugehen und seine Methoden mit den Anforderungen des im Lockdown praktizierten Fernunterrichts zu vereinbaren.

Mit überwältigendem Erfolg: Inzwischen werden mehr als 20 Fernlehrgänge in den Kernfächern: Deutsch, Mathematik und Englisch für Schüler in der Grundschule und Sekundarstufe 1 monatlich angeboten, an denen viele zufriedene Schüler*innen mit  aus ganz Deutschland teilnehmen.

Quelle: SmartFit

Begeistert hat diese sozial nachhaltige Gründung auch die Jury des „Sustainable Impact Award“, welcher von der Zeitschrift Wirtschaftswoche in Kooperation mit der Generali Versicherung in diesem Jahr ausgelobt wurde. Hier belegte SmartFit in der Sonderkategorie „Generali-THSN NewComer“, in der Startups von Geflüchteten ausgezeichnet wurden, den 2. Platz.

 

 

 

 

 

3. MishkiYaku – ökologisch produzierter hochwertiger Spezialitätenkaffee aus Ecuador + Vogelschutz

Quelle: Mishkiyaku.com

Evelyn Echeverria und ihr Mann Robert lieben Ecuador, Umweltschutz und guten Kaffee. Das brachte sie auf die Idee, hochwertigen ökologisch produzierten Spezialitätenkaffee aus Ecuador direkt von kleinen Plantagen zu kaufen und als Rohkaffee nach Deutschland zu bringen. Hier wird der Kaffee schonend geröstet und im Direktvertrieb an Kaffeeliebhaber verkauft. So verbessert sich das Einkommen der Erzeuger und der nachhaltige Anbau von Kaffee wird gefördert.

Der Name „MishkiYaku“ bedeutet „köstliches Wasser“ und bezieht sich auf den zuckerhaltigen Nektar, den die Kolibris mit ihren Schnäbeln aus kleinen Blütenkelchen schlürfen. Diese leben in fast allen Regionen Ecuadors, spielen als Bestäuber eine wichtige Rolle im Ökosystem und bevölkern auch die Kaffeeplantagen. Bedauerlicherweise sind diese hübschen kleinen Vögel durch negative Umwelteinflüsse sehr bedroht. Deshalb sind 5 Prozent Unternehmensgewinns für den Schutz der Kolibris in Ecuador bestimmt und gehen an das Projekt Avesconservacion.

 

 

Nachzutragen bleibt noch, dass unsere beraterische Begleitung bei der konzeptionellen Ausarbeitung der o. g. Ideen und die Umsetzungsbegleitung finanziell gefördert wurde von den verschiedenen Programmen, für die wir akkreditiert sind.

Sie haben auch eine nachhaltige Geschäftsidee? Sprechen Sie uns an! Denn:

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Nachfolge ist weiblich!

Mittelständische Unternehmen suchen Nachfolger/innen

Nationaler Aktionstag zur „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ am 21.06.2021

Wie in jedem Jahr startet auch 2021 die bundesweite Gründerinnenagentur ihren nationalen Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“.

Hintergrund: In diesem und dem nächsten Jahr steht lt. KfW bei rund 260.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland das Thema Nachfolge an. Die Zahl der Übernahmegründungen liegt aber bei ca. 70.000, und bei weniger als einem Viertel – mit sinkender Tendenz – sind es Frauen, die eine Unternehmensnachfolge antreten.

Chancen der Nachfolge

Die Übernahme eines Bestandsunternehmens bietet viele Chancen, wohingegen eine Neugründung oft riskanter ist. Auch ist die Übernahme eines soliden mittelständisches Unternehmens findet auch leichter eine Finanzierung als eine Neugründung. Auch lassen sich mit der passenden Strategie und guter Kommunikation auch durchaus neue innovative Ideen in Unternehmen mit längerer Geschichte realisieren.

Knackpunkte bei der Unternehmensübernahme

Ein Spaziergang ist eine Unternehmensübernahme allerdings nicht. Sie will gut vorbereitet, fachlich begleitet und mit Offenheit und Kompromissbereitschaft von allen Seiten geführt werden.

Ich, Ilona Orthwein, habe verschieden Nachfolgen sowohl beruflich begleitet als auch privat miterlebt und weiß, dass es nicht unbedingt an mangelnder Nachfrage seitens Übernahmewilligen liegt, wenn keine Nachfolge zustande kommt. Oft sind es falsche Erwartungen, Missverständnisse und festgefahrene Vorstellungen seitens derjenigen, die Nachfolgende suchen bzw. brauchen, damit das Unternehmen auch ohne sie weiterleben kann.

Zu spät und zu unentschlossen starten viele Unternehmer/innen in einen Übergabeprozess. Dabei gilt die Faustregel, dass man sich spätestens mit Mitte Fünfzig auf eine Übergabe vorbereiten sollte. Vorbereiten, das heisst zunächst sich mit dem Thema auseinandersetzen. Man sollte sich Informationen und Beratung einholen, wobei Kammern ebenso wie freie Berater helfen, und sich im eigenen Unternehmensumfeld schon einmal nach einer Kandidatin / einem Kanditaten für die Nachfolge umschauen. Gibt es gute Mitarbeiter, die vielleicht Interesse hätten? Kann vielleicht aus den Reihen der Belegschaft vielleicht eine kleine Gruppe gebildet werden. die als Nachfolgende in Frage käme? Gute Vorbereitung ist der erste wichtige Schritt für einen gelungene Nachfolge.

Wer dagegen zu lange wartet, wird oft von den Ereignissen überrollt. Alter oder gar Krankheit führen u. U. zu überstürztem Handeln Der oder die angedachte Nachfolger/in wurde zu lange hingehalten, oder wusste noch gar nichts von seinem / ihrem Glück und schlägt andere berufliche Wege ein.

Am Ende steht dann oft die Auflösung eines soliden Unternehmens, der Verlust von Arbeitsplätzen und und guten Angeboten für die Kunden…

Frauen als Nachfolgerinnen

Der Nationale Aktionstag „Nachfolge ist weiblich!“ am 21. Juni 2021 möchte für die Unternehmensnachfolge durch Frauen sensibilisieren, denn noch immer sind Frauen bei dieser Form der unternehmerischen Selbständigkeit unterrepräsentiert. KfW-Research im Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2020 zeigt, dass die demografische Entwicklung die Lücke beim unternehmerischen Generationswechsel weiter auseinandertreibt.

Auch die Corona-Krise wirkt sich nachteilig auf Unternehmensnachfolgen aus: Viele Betriebe verschieben lt. aktuellem DIHK-Nachfolgereport die Übergabe-Entscheidungen und rücken die derzeit ihre Existenzsicherung in den Fokus.

Unternehmerisch selbständige Frauen wiederum sind im Zuge der Krise häufiger von Einkommensverlusten betroffen. Denn sie sind oft in von der Pandemie stark betroffenen Branchen tätig. Folglich besteht die Gefahr, dass – vgl. DIW-Wochenbericht 15/2021 – der zuvor
positive Trend zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit von Frauen  der vergangenen Jahre sich in sein Gegenteil verkehrt, wobei sich parallel der Nachfolgebedarf zusätzlich verschärfen wird.

Karriereoptionen für gut qualifizierte Frauen bei vakanten Nachfolgelösungen

Die Hälfte der unternehmerisch selbständigen Frauen hat ein hohes Bildungsniveau. Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens eröffnet Frauen spannende Karriere-Chancen und ermöglicht ihnen vielfach eine adäquatere Verwertung ihrer Bildungsqualifikationen als im Angestelltenverhältnis.

Nationaler Aktionstag

Die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) und ihre Partnerinnen organisieren rund um das Thema Nachfolge zahlreiche Angebote. Diese umfassen Sprechtage, Podiumsdiskussionen, Telefonaktionen und Beratungsgespräche bis hin zu einem breiten Online-Angebot. Die Aktivitäten sind online zugänglich unter: https://www.existenzgruenderinnen.de/DE/bga-Service/Veranstaltungskalender/Veranstaltungen-Unternehmesnachfolge/veranstaltungen_node.html

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Selbstverständlich berate auch ich Sie gerne zum Thema Nachfolge  – nicht nur am 21.06.2021, sonderin immer. Nehmen Sie einfach Kontakt auf!

 

Unternehmensnachfolge

Bürokratieentlastungsgesetz: Erleichterungen für kleine Unternehmen und Gründer

Bürokratieentlastungsgesetz III schafft Vereinfachungen

Ab 1. Januar 2020 wird manches einfacher. Jedenfalls für kleine Unternehmen und Gründer. Sie profitieren vom neuen Bürokratieentlastungsgesetz III.

Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze

Die schon seit sehr vielen Jahren geltende Grenze für umsatzsteuerliche Kleinunternehmer wird durch das Bürokratieentlastungsgesetz III  zum 1.1.2020 angehoben.

Bisher galt: Im Vorjahr darf der Umsatz 17.500 Euro nicht überschritten haben und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht über 50.000 Euro liegen. Ab 2020 gilt: Im Vorjahr darf der Umsatz 22.000 Euro nicht überschritten haben und im laufenden Jahr (wie bisher) voraussichtlich nicht über 50.000 Euro liegen.

Für die Kleinunternehmer-Regelung spricht insbesondere der Wettbewerbsvorteil bei Verkäufen an Privatpersonen und Unternehmer, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Dazu kommt der geringere bürokratische Aufwand.

Bei Verzicht auf die Kleinunternehmer-Regelung, bleiben Sie allerdings mindestens fünf Jahre an Ihre Entscheidung gebunden.

Vorsicht bei unterjährigen Gründungen

Wenige Gründer starten tatsächlich aber zum 1.1. eines Kalenderjahres. Ein Start mitten im Jahr ist der Normalfall. Dann müssen Sie beachten, dass die Umsätze auf das gesamte Jahr „hochgerechnet“ werden. Wer also beispielsweise in 6 Monaten 15.000 EUR umsetzt, der hat hochgerechnet einen Umsatz von 30.000 EUR und scheidet damit aus der Kleinunternehmerregelung aus.

Wer sich verschätzt, muss dem Finanzamt nachweisen, dass er mit den zusätzlichen Einnahmen nicht rechnen konnte. Kann der Unternehmer das, bleibt er im laufenden Jahr zwar umsatzsteuerbefreit, wird aber im nachfolgenden Jahr umsatzsteuerpflichtig – ganz gleich, wie hoch die Umsätze dann tatsächlich ausfallen.

Kann er dagegen nicht glaubhaft machen, dass er mit den zusätzlichen Einnahmen nicht rechnen konnte, muss er rückwirkend für das laufende Jahr Umsatzsteuer entrichten. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen.

Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung für Existenzgründer

Wer sich zur Umsatzsteuer anmeldet, kann als Gründer ebenfalls durch das neue Bürokratieentlastungsgesetz profitieren. Denn es besagt, dass Existenzgründer ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht mehr monatlich sondern vierteljährlich abgeben können.

Dieser Vorteil erleichtert die Gründungsphase, ist jedoch zeitlich befristet. Denn die Neuerung gilt nur für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026.

Zudem findet die neue Regelung auch nur dann Anwendung, wenn die Umsatzsteuer, die im konkreten Fall entrichtet werden muss, voraussichtlich 7.500 Euro im Quartal nicht überschreitet. Und auch hier muss die Umsatzsteuer in eine Jahressteuer „hochgerechnet“ werden. Das bedeutet: Wer voraussichtlich insgesamt mehr als 30.000 Euro Umsatzsteuer im Jahr zu entrichten hat, für den gilt weiterhin die alte Regelung, selbst wenn das Unternehmen in drei von vier Quartalen maximal 7.500 Euro an Umsatzsteuer zu entrichten hat.

Genauere Informationen gerne bei Ihrem steuerlichen Berater.


Wir möchten an dieser Stellen unseren langjährigen Kooperationspartnern, der KWWM Steuerberatungsgesellschaft dafür danken , dass sie uns stets zeitnach und leicht verständlich mit den neuesten Informationen zum Steuerreicht versehen!


Die Belegausgabepflicht

Eine weitere Änderung zum 1.1.2020 ist dagegen wenig erfreulich.  Nach der „Belegausgabepflicht“ muss jeder Betrieb mit elektronischer Kasse jedem Kunden immer einen Beleg aushändigen. Selbst dann, wenn der Kunde diesen Beleg nicht will. Die Belegausgabepflicht soll verhindern, dass Unternehmen Kaufumsätze nicht versteuern.

Dieses Verfahren verursacht im Handel unnötig Kosten und produziert überdies noch Berge an Sondermüll.  Bekanntlich werden viele Kassenbelege auf Thermopapier gedruckt, welches nicht im Papiermüll entsorgt werden kann.

Der klassische Fall ist der Brötchenkauf beim Bäcker oder andere kleine Einkäufe im Handel. Beim Kauf von werthaltigen Produkten wie Kleidung oder Elektronik fordert der Kunde normalerweise schon im Eigeninteresse einen Beleg, um ggf. von seinem Recht auf Umtausch oder Garantie Gebrauch machen zu können. Zudem sind moderne elektronische Kassensysteme normalerweise fälschungssicher. Sie produzieren automatisch Buchungen, die dem Finanzamt im Rahmen einer Kassen- oder Betriebsprüfungen zur Verfügung stehen. Der Kundenbeleg selbst scheint da obsolet.

Eine Befreiung von der Belegausgabepflicht kann jedoch beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Denn Ausnahmen sieht das Gesetz ausdrücklich vor.

neue gesetze zum 1.1.2020

Weitere Informationen für Gründer finden Sie u. a. auf unserer Website unter folgendem Link: https://orthwein-beratung.de/tag/gruendung

Zum Jahreswechsel: Tipps zur Umsatzsteigerung im neuen Jahr

Vier Tipps zur Umsatzsteigerung

Wer kennt das nicht: Das Tagesgeschäft lässt vielen Unternehmern und Selbstständigen kaum Zeit, Ideen für umsatzsteigernde Maßnahmen zu entwickeln. Darum haben wir einige Tipps für Sie, damit das nächste Jahr zu Ihrem Umsatzerfolgsjahr wird.

Tipp 1: Setzen Sie sich „smarte“ Ziele!

Smart heißt:

S – spezifisch

Ein Ziel sollte so genau und konkret wie möglich sein. Gedanken oder gar Aussagen wie „Ich hätte gerne mehr Umsatz“ oder „Es wäre schon sehr schön, wenn ich im nächsten Jahr mehr Umsatz generiere“, bringen Sie nicht wirklich weiter. Also: Um wieviel wollen Sie Ihren Umsatz im nächsten Jahr steigern?

M – messbar

Wichtig ist hier die Nennung einer Menge, einer Zeitangabe oder eines sonstigen messbaren Kriteriums. Ungünstige Formulierungen sind beispielsweise “möglichst niedrige Kosten”, “Erhöhung der Qualität”, “Ausbau des Marktanteiles” usw., denn Ihnen fehlt ein konkretes messbares Kriterium.  Dagegen meßbar ist es, den Jahresumsatz von aktuell 100.000 Euro auf 120.000 Euro zu erhöhen.

A – akzeptiert

Ziele, Akteurem als eigentlich inakzeptabel empfunden werden, haben wenig Aussicht auf Erfolg. Darum vorher prüfen, wie Sie selbst und Ihre Mitarbeiter zu den gesetzten Zielen überhaupt stehen.

R – realistisch

Dieses Kriterium hängt eng mit dem vorigen Punkt zusammen: Realistische Ziele werden von allen leichter akzeptiert und motivieren deutlich stärker, als solche, die bereits im Vorfeld als unrealistisch angesehen werden. Wäre z. B. eine Verdreifachung des aktuellen Umsatzes realistisch? Oder eher utopisch?

T – terminiert

Ein einfaches Kriterium: Die Nennung einer Zeitangabe. Es muss klar sein in welchem Zeitraum bzw. bis wann das Ziel – und ggf. Zwischenziele – erreicht werden sollen.

Tipp 2: Machen Sie eine Analyse!

Nur wer gezielt Analyse treibt, kann gezielt Marketing betreiben und so Umsätze erhöhen.

Wichtige Fragen sind dabei:

  • Woher kommen Ihre bisherigen Umsätze?
  • Welche Marketing-Maßnahmen waren besonders erfolgreich?
  • Womit könnten Sie eigentlich noch mehr Umsatz machen?
  • Welche potentielle Kunden gibt, die Sie noch gar nicht kennen?
  • Welche der unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen laufen besser als andere – und warum?
  • Was lässt sich weiter ausbauen?

Getreu dem Motto „Stärken stärken“ werden Sie  mit hoher Wahrscheinlichkeit leichter in den Bereichen weitere Kunden gewinnen können, wo Sie die meiste Kompetenz und den besten Zugang haben. Analysieren Sie also ganz genau, wo Ihre Stärken liegen. Damit können Sie gezielt Akquise betreiben.

Tipp 3: Klare Positionierung

Wenn ein potenzieller Kunde auf Ihrer Webseite ist oder Ihren Flyer bzw. Ihre Unternehmensbroschüre liest, sollte ihm schnell klar sein, ob Ihr Unternehmen und Ihr Angebot das sind, wonach er so sucht.

Unternehmen müssen aber nicht nur deutlich machen, was sie verkaufen, sondern auch, was sie nicht verkaufen.

Möglicherweise stößt eine klare Positionierung manchen Kunden ab, dennoch gilt : „Sei nicht austauschbar, sondern habe Mut, gegebenenfalls auch zu polarisieren.“ Wenn potenzielle Kunden anstrengungsarm erkennen können, warum Ihr Angebot die beste Wahl bist, werden Sie leichter verkaufen.

Gerade kleine Unternehmen haben mehr Erfolg durch eine „spitze Positionierung“ – manchmal sogar in einem Nischenmarkt. „Bauchladen-Angebote“ wie: „Wir bieten dies und das und jenes auch noch, und wenn der Kunde es wünscht, machen wir auch anderes noch möglich“, sind wenig hilfreich.

Tipp 4:  Akquise

Wer mehr Umsatz will, muss den Absatz stärken. Das gelingt zum einen über die Gewinnung neuer Kunden. Zum anderen auch über eine Umsatzsteigerung bei Bestandskunden. Ebenso wichtig ist die richtige Preiskalkulation. Dazu gehört es auch Rabatte auf den Prüfstand zu stellen.

Grundsätzlich gilt: „Bestandskunden zu (re-)aktivieren ist wesentlich einfacher als neue Kunden zu gewinnen.“

Greifen Sie dabei auch gerne öfter zum Telefon! Viele wollen gerne verkaufen, verstecken sich jedoch hinter E-Mails oder Social-Media-Werbung. Dabei sind es immer Menschen, die von Menschen kaufen!

Wenn Sie Ihrem Kunden ein Angebot per E-Mail schicken, fehlt der persönliche menschliche Kontakt, der bei einem Telefonat zustande kommt. Sie bleiben bei einem persönlichen Gespräch besser im Gedächtnis haften. Aktives Zuhören ist dabei aber unabdingbar. Im Idealfall werden Sie Ihrem Kunden ein besseres, weil persönlicheres und passenderes Angebot machen und damit Ihren Umsatz steigern.

Beschäftigen Sie sich regelmäßig mit verkaufsrelevantem Wissen!

Denn Kunden können nur von denen kaufen, die sie kennen. Dazu reichen nicht Anzeigen. E-Mails oder Flyer-Werbung. Es ist auch erforderlich, dass Sie sich dort hinbegeben, wo Ihre Kunden sind. Treffen Sie sie persönlich,  beispielsweise auf Netzwerk-Veranstaltungen, Messen oder Kongressen. Solche persönlichen Kontakte sollten aber vor- und nachbereitet werden. Wenn das gut gelingt, steigern Sie Ihre Umsätze erfolgreich im neuen Jahr!

Weitere Marketing-Tipps finden Sie auf unserer Website:

 

Gut vorbereitet ins Weihnachtsgeschäft – Checkliste

(Online-)Händler sollten auf Weihnachten vorbereitet sein – hierzu unsere Checkliste

Das Weihnachtsgeschäft 2019 startet spätestens mit dem „Black Friday“ Jahr am 29. November 2019. Sind Sie als Händler*in auf diese Zeit gut vorbereitet? Damit beginnt stressigste Zeit für Händler*innen, insbesondere im Online-Handel. Denni nzwischen kauft jeder fünfte  Deutsche Weihnachtsgeschenke bevorzugt online ein. Wer hier nicht nur bestehen, sondern vom Weihnachtsgeschäft profitieren will, muss vorbereitet sein.

Weihnachtsgeschäft vorbereiten

Hierzu einige Tipps im Rahmen einer Checkliste:

1. Inventur machen

Für eine rechtzeitige Inventur sind die ruhigen Wochen vor dem großen Jahresend-Run, ist vor allem das so genannte Sommerloch besonders geeignet. Sehen Sie Ihren Lagerbestand genau durch und zählen Sie Ihre Bestände. Dabei lassen Sie sich vorzugsweise von einen  digitalen Warenwirtschaftssystem unterstützen. Allerdings braucht es auch hier den Abgleich zwischen gebuchten Waren und tatsächlich vorhandenen, welche verkäuflich sind. Lagerschwund entsteht nicht zuletzt über Beschädigungen von Waren und / oder Verpackungen.

Identifizieren Sie Ihre Ladenhüter („poor dogs“) und Verkaufsschlager („cash cows“). Welche Waren waren im letzten Weihnachtsgeschäft besonders nachgefragt? Und welche Bestellungen liefen an der Nachfrage vorbei? Vielleicht haben Sie sich durch günstige Mengenrabatte zu Einkäufen verführen lassen, die ihr Lager unnötig belasten und sich auf diese Weise negativ auf Ihre Umsatzrendite auswirken.

Black Friday für Abverkäufe nutzen

Dadurch können Sie ableiten, welche Produkte bei Abverkaufsaktionen wie dem „Black Friday“ zum Sonderpreis angeboten werden. So schaffen Sie Platz im Lager für neue, möglichst trendige Ware und besondere Angebote für die Weihnachtszeit.

Parallel zur Wareninventur lohnt sich auch eine kritisch Rückschau in organisatorischer Hinsicht: Wie lief das letzte Weihnachtsgeschäft? Wo gab es Engpässe oder Versäumnisse? Wo besteht organisatorischer Verbesserungsbedarf? Was lief dagenen besonders gut? Was brachte die größte Rendite? Welche Marketingaktionen haben sich besonders gelohnt? Wo sollte man also nachlegen? Bzw. was sollte man im neuen Jahr wiederholen und was vermeiden?

2. Sortiment richtig planen

Vor einer Aufstockung des Lagers mit neuer Ware empfiehlt es sich jedoch, das Sortiment genau zu planen. Dazu sollten Sie die aktuellen Trends zu kennen. Denn diese geben Ihnen Hinweise, was  in diesem Jahr zu Weihnachten besonders gerne gekauft wird. Hinweise finden Sie in Fachzeitschriften, bei Händler-Vereinigungen aber auch in den den einschlägigen Magazinen und Illustrierten, welche Ihre Kunden lesen. Aber natürlich auch Online in Online-Magazinen, auf Websites und in den Sozialen Medien. Betrachten Sie auch hier vor allem die Medien, die Ihre Zielkundschaft am meisten nutzt. Dann beantworten Sie sich folgende Kernfragen: Welche aktuellen Trends gibt es? Ist Ihr Sortiment darauf eingestellt? Welche Artikel aus Ihrem Sortiment sind besonders gut für spezielle Weihnachtsangebote geeignet?

Denken Sie auch an die rechtzeitige Bestellung, Ihre Lagerkapazitäten und nicht zuletzt auch daran, genügend weihnachtliches Verpackungsmaterial und andere vorweihnachtliche Ausstattung für Ihr Geschäft verfügbar zu haben. Denn schließlich geht es darum, Ihre Angebote weihnachtlich zu präsentieren und zu online wie offline in entsprechendem „Kleid“ zu verkaufen.

Absatzkanäle geschickt kombinieren

Zum Thema Online bzw. eCommerce: Heute läuft (fast) nichts mehr nur offline. Auch stationäre Geschäfte sind gut beraten, wenn sie eine Online-Kanäle nutzen. Besonders im Trend der Zeit liegt die Multi-Channel-Strategie. Daraum denken Sie an die großen Online-Marktplätze. Für gewöhnliche erreichen Sie darüber mehr Kunden als mit Ihrem eigenen Webshop.  Darum sind die zentralen Fragen: Welche Ihrer Waren haben die größten Chancen bei Amazon, eBay und Co.? Wie präsentieren Sie Ihre Angebote dort? Wie steht es um die Konditionen und Zusatzkosten? Und welche weiteren Kanäle der Verkaufsförderung gibt es?

Damit kommen wir zum Punkt  Markteting / Werbung…

3. Marketing planen

Planen Sie Ihre Kampagnen rechtzeitig und gründlich. Besonders im Bereich Online-Marketing müssen für SEO / SEA Kernbegriffe festlegen, dabei auch an Kombinationen mit „Geschenk“ und „Gutschein“ denken. Auch sollten Sie rechtzeitig Ihren Content für das Social-Media-Marketing vorbereitet haben, z. B. Geschenkeratgeber, Adventskalender mit täglichen Überraschungen etc. Auch Mailings zur Aktivierung von typischen „Weihnachtskunden“ sind sinnvoll. Und damit es nicht nur im physischen Geschäft, sondern auch im Online-Shop weihnachtlich wird, sorgen Sie für entsprechende Gestaltung mit einem Weihnachts-Layout, Christbaumkugeln etc. Spezielle Shop-Funktionen einrichten wie „Liefertermine anzeigen“, „Geschenklieferung an abweichende Adresse“ oder „Geschenkverpackung“ sollten Sie Ihren Kunden im Online-Shop anbieten.

Marketing im Versand: Eine gute (weihnachtliche) Verpackung ist wichtig!

Eine individuelle Verpackung ist wichtig: Sie muss zu Ihrem Unternehmen, zur Ihrer Marke und zu Ihren Angeboten passen. Sie kommuniziert für Ihr Unternehmen Ihre Markenidentität. Während der ganzen Lieferkette macht das Paket auf sich aufmerksam. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Verpackung zu gestalten. Nur eines geht nicht: Verpackungen ohne Wiedererkennungswert zu nutzen!

Darf es vielleicht ein weihnachtlicher Karton sein, der noch bei der Auslieferung dem Nachbarn „Frohe Weihnachten“ wünscht? Welche individuelle Ideen haben Sie?

Aber bedenken Sie: Der personalisierte Druck von Verpackungsmaterialien benötigt Zeit, und kann von der Bestellung bis zur Auslieferung ganze acht Wochen dauern!  Auch passende Paketaufkleber müssen erst einmal gedruckt und an Sie geliefert werden. Eine Bestellung frühzeitig aufzugeben lohnt sich also auch hier. Und noch etwas: Zur Vermeidung hoher Portokosten und Verpackungsmüll:  Odern Sie die Kartons passend zu Artikelgröße und erwartbaren Bestellmengen. Oder haben Sie schon einmal über ein Mehrweg-Verpackungs-System nachgedacht?

Womit wir zum Thema Logistik kommen…

4. Logistik organisieren

Vertrieb, Logistik und das Retourenmanagement müssen im Weihnachtsgeschäft besonders belastungsfähig sein. Im Kundenservice sollten Sie rechtzeitig für zusätzliches Personal sorgen,  IT-Systeme müssen auf die zu erwartende Spitzen vorbereitet sein – hier helfen regelmäßige Belastungstests.

Die Auswahl richtigen Liefer-/Paketdienstes ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Online-Handel – nicht nur zu Weihnachten. Portokosten, Lieferzeiten sowie die Zuverlässigkeit des Paketdienstes sind entscheidende Kriterien bei der Wahl des geeigneten Zustellers.

Zu Weihnachten besonders wichtig, dass die Geschenke pünktlich ankommen. Bieten Sie Ihren Kunden darum auch unbedingt einen Expressversand für Last-Minute-Besteller, um die Lieferzeit zu verkürzen. Kein Kunde möchte schließlich an Heiligabend ohne Geschenk vor dem Baum stehen.

Jedes Jahr steigt das Paketvolumen. 2018 wurden zum Fest allein in Deutschland 330 Millionen Pakete versendet. Das ist eine große logistische Herausforderung, vor allem wenn man bedenkt, dass den Paketdiensten trotz zusätzlichem Personal geschätzt immer noch tausende Zusteller fehlen. Viele Paketdienste nehmen deshalb in der Saison um Weihnachten gar keine neuen Kunden mehr an. Es lohnt sich also, die richtigen Vorkehrungen rechtzeitig zu treffen.

Und nach Weihnachten?

Alle Jahre wieder … Damit Ihre Kunden auch im nächsten Jahr wiederkommen, sorgen sie für guten Kontakt: Holen Sie sich Kundenrezensionen ein, vergeben Sie Gutscheine und schreiben Sie Danke-Mails… und vergessen Sie nicht, Ihr Weihnachtsgeschäft 2019 im Jahr 2020 auszuwerten. Dabei helfen wir Ihnen als erfahrene Unternehmensberater gerne. Kontaktieren Sie uns einfach online oder telefonisch!

Das Genossenschaftsmodell als Lösung für Freiberufler

Genossenschaften für Freiberufler

Die gute alte Genossenschaft erlebt gerade eine Renaissance.

Nicht nur als Baugenossenschaften in Zeiten, wo es an bezahlbarem Wohnraum mangelt, sondern auch im Bereich Gründung und Unternehmer- bzw. Freiberuflertum.

Denn das Modell der eG bietet Lösungen: Zum Beispield die Ärztegenossenschaften, die zum Ziel haben, persönliche Risiken für niedergelassene Ärzte zu minimieren und bessere neue Versorgungsstrukturen im ambulanten Bereich – vor allem in ländlichen Regionen – zu fördern.

Aus Belgien ist inzwischen ein weiteres Genossenschaftsmodell zu uns gekommen: die „smart-eg“. Smart – Société Mutuelle pour artistes – wurde 1998 gegründet und ist eine Genossenschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Arbeitsbedingungen von Freiberuflern, Künstlern und kleinen Selbständigen zu verbessern.

Mitglieder bei Smart profitieren nicht nur von einem leichteren Zugang zur Kranken- und Sozialversicherung, sondern auch von einer Zahlungsgarantie – Smart zahlt innerhalb von 7 Tagen unabhängig vom Auftraggeber.

Smart übernimmt auch die für viele Freiberufler und Kleinunternehmer oft lästige Administration – von der Vertragsabwicklung bis hin zur Rechnungsstellung etc.

Für Menschen, die als Arbeitssuchende gerade erst nach Deutschland gekommen sind, bietet das Modell eine besonders große Hilfe,  da migrantische Selbstständige und Gründer*innen vor besonderen Herausforderungen stehen.

Die Kosten belaufen sich auf den Erwerb einen einmaligen Genossenschaftsanteils von 50 € und 7 % des jeweiligen
Netto-Umsatzes pro Projekt, das über die Genossenschaft abgewickelt wird. (Wenn das Projekt nicht über Smart läuft, werden allerding auch keine Kosten berechnet.)

Die eG legt dar, dass Alle Einnahmen in die Serviceleistungen für die Mitglieder und deren Weiterentwicklung fließen, sowie in den Solidaritätsfonds für die Zahlungsgarantie.
Mehr: https://smart-eg.de/

Berliner Startup Stipendium

Förderung  für  Berliner Startups

Berliner Gründer*innen, die schon über ein Gründungskonzept verfügen und sich in der Vorbereitung der Marktreife befinden, können mit dem Berliner Startup Stipendium unterstützt werden.  Ziel der Förderung sind Gründung und Markteintritt. Neben einer finanziellen Förderung  bietet das Stipendium auch die Möglichkeit Hochschullabore zu nutzen und Arbeitsplätze an der Hochschule sowie eine Begleitung durch Mentoren und Coaches.

Förderschwerpunkt sind technologieorientierte Gründungsvorhaben. Diese sollten sich mit wissensbasierter oder kreativer Ausrichtung in der Planungs- und Markteinführungsphase befinden.

Was wird gefördert?

Maximal 3 Gründer*innen pro Team erhalten 2.000 Euro pro Monat für 6 Monate mit Option auf Verlängerung um weitere 6 Monate. Die Hochschulen stellen Arbeitsplätze und bei Bedarf Labore im Förderzeitraum zur Verfügung. Zusätzlich werden die Teams durch ein umfangreiches Mentoring (durch Professoren) und Coaching (durch externe Coaches aus dem Coaching-Pool) unterstützt. Für das externe Fachcoaching gibt es einen Zuschuss im Wert von 1.000 Euro.

Voraussetzungen für die Beantragung des Berliner Startup Stipendiums

Die Stipendien werden in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess vergeben. Unabdingbar ist ein persönliches Gespräch mit dem Gründerservice einer der teilnehmenden Hochschulen vor der Bewerbung.  Das sind Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW).

Bei der Gründung muss es sich um eine Teamgründung handeln, d.h. mindestens 2 Personen und max. 3 Personen können gefördert werden. Die potenziellen Stipendiat*innen müssen maßgeblich an der Erarbeitung des Geschäftsmodells, der Entwicklung des Produktes / der Dienstleistung und der späteren Geschäftsführung beteiligt sein. Und das Geschäftsmodell ist absehbar auf nachhaltigen, wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet. Außerdem darf das Unternehmen noch nicht gegründet bzw. noch nicht wirtschaftlich am Markt tätig sein. Das Unternehmen wird durch eine(n) Professor*in als Mentor begleitet.

Folgende weitere Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Die Gründer*innen haben einen Hochschulabschluss, d.h. mindestens einen Bachelor.
  • Die Gründer/innen arbeiten in Vollzeit an ihrem Gründungsvorhaben, davon mindestens 60 Stunden pro Monat vor Ort.
  • Mind. ein Mitglied des Gründerteams sollte einen Bezug zur Beuth Hochschule, HTW Berlin oder HWR Berlin haben.
  • Der Wohnort der Gründer*innen (Meldeadresse) muss in Berlin sein.

Gründer*innen, die bereits mit einem Gründerstipendium einer anderen Hochschule oder dem EXIST-Gründerstipendium gefördert werden bzw. wurden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Weitere Info & Bewerbung…

Gründung aus der Hochschule

 

Aktuelle Social Media Trends

Social Media Trends 2019

Weltweit nutzen mehr als 3,8 Milliarden Menschen das Internet. Das ist mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.
Mary Meeker veröffentlicht seit 1995 einen Report über die aktuellen Trends im Internet. Dieser Report gilt mittlerweile als Standardwerk mit den wichtigsten Zahlen und Statistiken zur globalen Internetnutzung.
Der aktuelle Report kann –>hier heruntergeladen werden.

Vor allem Twitter, Amazon, Snapchat und Pinterest verzeichnen starken Zuwachs an Werbeeinnahmen. Somit ist damit zu rechnen, dass die Social Media auch weiterhin auf Werbung im Feed setzen und neue Werbeformate entwickeln. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Social-Media-Kanäle weiterhin eine wichtige Rolle im Werbemix einnehmen werden. Verbesserte Targeting-Möglichkeiten der Anbieter werden ihnen künftig eine noch  zielgerichtetere Ansprache ermöglichen.

Instagram und Youtube wachsen weltweit

Global betrachtet zeichnet sich ein erwartbares Bild. Instagram und Youtube sind die klaren Gewinner im Bereich der sozialen Netzwerke. Während Facebook, Whatsapp, Wechat und Twitter das Niveau konstant halten beziehungsweise etwas rückläufig sind, konnten Instagram und Youtube beträchtliche Steigerungen in der täglichen Nutzung erzielen. Video-Stories verzeichnen 100 Prozent Wachstum bei  1,5 Milliarden täglich aktiven Nutzern.

Instagram Stories sind aktuell das dominierende Format im Bereich der sozialen Netzwerke. Auch Whatsapp-Status- und Facebook/Messenger Stories zeigen ein starkes Wachstum. Weltweit gibt es bereits mehr als 1,5 Milliarden Menschen, die täglich diese Story-Formate abrufen. Betrachtet man lediglich den Zeitraum Ende 2018 bis April 2019, so ist vor allem der rasante Anstieg an Facebook/Messenger Stories bemerkenswert.

Quelle: Internet Trends Report 2019

 

Bild- und Videoformate als Standard

Dank der Verbreitung von Smartphones und den damit einhergehenden Tools  wurden Bild- und Videoformate zu den Standardformaten auf den gängigen Social-Media-Plattformen. Instagram – mit mehr als einer Milliarde täglich aktiver Nutzer – ist ein weiterer Einflussfaktor, ebenso Snapchat und Twitter.  Auch bei Twitter ist der Trend erkennbar. Im Jahr 2019 erzielten Bild- und Videoformate mehr als 50 Prozent aller Tweet-Impressions.  Snapchat entwickelt sich trotz der zunehmenden Konkurrenz durch Instagram und andere Story-Formate (bei Whatsapp, Messenger und Facebook) entwickelt sich Snapchat zunehmend zum Content-Creation-Tool.

Social-Media-Wellness

Das kritische Bewusstsein der Nutzer nimmt, nicht zuletzt aufgrund von Datenskandalen und Cyberkriminalität, zu. Darum setzen Apple, Google und Facebook auf mehr Transparenz. So bieten etwa alle der genannten Plattformen die Möglichkeit, das eigene Smartphone- und Social-Media-Verhalten zu beobachten und, falls gewünscht, auch einzuschränken.

Quelle: Internet Trends Report 2019

Tägliche Nutzung von Social Media wächst nur noch leicht

Der zunehmend bewusste Umgang mit Social Media geht mit einem nur noch leichten Anstieg an der täglichen Nutzung einher.  Sie wuchs lediglich um ein Prozent, während Social-Media-Nutzer 2018 noch sechs Prozent mehr Zeit in den sozialen Netzwerken verbrachten.

Insgesamt zeichnet der Internet Trends Report 2019 ein interessantes, wenn auch nicht überraschendes, Bild. Instagram und Youtube – als Bild und Video-Plattformen – gelten als klare Gewinner in der Nutzungsdauer und Verbreitung.

Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt?

Forderungsmanagement ist für alle Unternehmen und Selbstständigen essentiell wichtig

Es gibt wohl kein Unternehmen und keinen Freelancer, der nicht schon einmal Bekanntschaft mit dem Zahlungsverzug gemacht hat. Manchmal sind es einfach umständliche Abläufe oder innerbetriebliche Probleme beim Zahlungspflichtigen, die für verspätete oder ausgefallene Zahlungen sorgen. Außerdem scheinen einige Kunden scheinen nicht zu realisieren, dass sie erbrachte Leistungen zeitnah bezahlen müssen. Und dass wiederholter Zahlungsverzug die Existenz gerade von Selbstständigen und Kleinunternehmen gefährden kann.

Wie Sie sich gegen Zahlungsverzug wehren können, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Prävention: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Gute Vorbereitung wichtig, um Zahlungsverzug zu vermeiden. Klären Sie im Vorfeld mit Ihren Kunden ab, wann welcher Betrag zu zahlen ist. Achten Sie darauf, ein konkretes Fälligkeitsdatum zu nennen und nicht nur „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“ ö. ä. Fristen in Ihre Rechnung schreiben.

Und klären Sie auf, welches die rechtlichen Folgen im Falle einer Nichtzahlung sind. Beispielsweise mit einem Satz wie: Bitte beachten Sie: Spätestens 30 Tage nach Fälligkeit / Zugang der Rechnung tritt gemäß 286 III BGB auch ohne weitere Mahnung der Verzug ein.

Gibt es Hinweise darauf, dass Ihr Kunde nur eingeschränk solvent ist? Dann verlangen Sie eine Anzahlung i. H. v. 5-10 Prozent der Vertragssumme. Erst wenn Sie die Anzahlung erhalten haben, beginnen Sie Ihre Arbeit. Weitere Zahlungen erfolgen dann schrittweise. So erreichen Sie, dass Sie nicht mehr völlig umsonst Leistungen erbringen.

Wirtschaftsauskunftsdateien erteilen Ihnen detaillierte Informationen über Rechtsform, Bankverbindung, Gesellschafter und Zahlungsverhalten. Gute Adressen sind Creditreform und Bürgel. Über Privatpersonen informiert Sie zusätzlich die Schufa, wenn Sie dort Mitglied sind.

Bitten Sie Ihren potentiellen Geschäftspartner um Angabe von Referenzen. Diese Referenzen sind Unternehmen, für die Ihr möglicher Auftraggeber bereits tätig war. Sind diese Kunden zufrieden mit ihm, werden sie Ihnen positive Auskünfte erteilen. Auch das Internet ist behilflich. Geben Sie den Namen des Unternehmens in eine Suchmaschine ein und prüfen Sie die dort aufgelisteten interessanten Ergebnisse. Vergleichsportale oder soziale Medien wie Facebook und Twitter können eine nützliche Informationsquelle sein.

Bei längerfristigen Projekten ist es auf jeden Fall ratsam, mit dem Kunden Zwischenzahlungen zu vereinbaren, die Auftragnehmer leisten müssen, sobald bestimmte, vorab vereinbarte Ziele erreicht bzw. Arbeiten erledigt sind.  Sollte der Kunde dann nicht zahlen, wird das Projekt erst einmal auf Eis gelegt, bis er seine Pflicht erfüllt hat. Die Zahlungsziele müssen im Vertrag festgehalten werden.

Und noch ein Tipp: Sehen Sie sich die Vertragsbedingungen genau an. Manchmal gibt es Klauseln, die dafür sorgen, dass Freelancer erst bezahlt werden, wenn seine Arbeit – beispielsweise Bilder oder Texte –  veröffentlicht sind. Bestehen Sie auf Zahlung nach Ab- bzw. Annahme der Leistung(en). Diese Abnahmen lassen Sie sich schriftlich vom Kunden quittieren.

2. Bis zu einer Woche nach Fälligkeit: Freundlicher Hinweis

Es ist soweit, Ihr Kunde zahlt (noch) nicht. Aber keine Panik, ein paar Tage können schon mal vorkommen. Insbesondere wenn Urlaubszeiten anstehen oder mehrere Feiertage. Damit Sie aber nicht in Vergessenheit geraten und Ihre Rechnung unter Papierbergen auf dem Schreibtisch beim Kunden verschwindet, sollte man sich kurz und freundlich in Erinnerung rufen. Eine kleine E-Mail genügt, in der man nett nachfragt, ob die Rechnung angekommen ist und ob alles in Ordnung ist oder es irgendwelche Probleme gibt.

3. Zehn bis 14 Tage nach Fälligkeit: Anruf genügt (oft)

Sie haben die Rechnung geschickt, per Mail höflich nachgefragt, aber auf dem Konto ist noch nichts angekommen. Rufen Sie jetzt Ihren Kunden an und erklären Sie ihm am Telefon, dass Sie noch immer auf das Geld für ihre Arbeit warten. Den Kunden persönlich anzusprechen und ihn so in eine unangenehme Lage zu bringen, hilft oft mehr als eine E-Mail.

Bei größeren Unternehmen / Organisationen sind die Bezahlprozesse oft schwerfällig. Wenden Sie sich also primär an die Abteilung, die für die Überweisung zuständig ist. Wenn man Ihnen dort nicht hilft / helfen kann, wenden Sie sich nach zwei bis vier Wochen direkt an die Geschäftsleitung. Diese weiß wahrscheinlich gar nichts davon und kann dafür sorgen, dass die Sache schnell aus der Welt geschafft wird.

6. Nach über einem Monat: Suchen Sie sich einen Rechtsbeistand

Wenn alle Bemühungen bislang nichts gebracht haben, können Sie Ihrem Kunden noch eine allerletzte Chance geben, indem Sie ihn mit einer letzten Mahnung in Verzug setzen und weitere rechtliche Schritte prophezeihen. Verstreicht auch die letzte Frist, wenden Sie sich an einen Anwalt wenden oder übergeben Ihre Forderung einem seriösen und zuverlässigen Inkasso-Dienstleister. Haben Sie schließlich einen rechtlichen Titel, müssen Sie noch dafür sorgen, dass dieser –  in der Regel durch einen Gerichtsvollzieher – vollstreckt wird.

Was Sie sonst noch tun können?

Nutzen Sie die neuen Factoring-Angebote! Neue FinTechs, wie Rechnung.de oder Fundflow kaufen Ihre Rechnungen gegen einen Abschlag an. Beim „echten Factoring“ zahlen Sie etwas zwar mehr, bleiben aber von Rückbelastungen verschont. So sparen Sie sich Ärger und sichern sich Liquidität.

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