Kategorien-Archiv Gründung

Berliner Startup Stipendium

Förderung  für  Berliner Startups

Berliner Gründer*innen unterstützt, die schon über ein Gründungskonzept verfügen und sich in der Vorbereitung der Marktreife befinden, können mit dem Berliner Startup Stipendium unterstützt werden.  Ziel der Förderung sind Gründung und Markteintritt. Neben einer finanziellen Förderung  bietet das Stipendium auch die Möglichkeit Hochschullabore zu nutzen und Arbeitsplätze an der Hochschule sowie eine Begleitung durch Mentoren und Coaches.

Förderschwerpunkt sind technologieorientierte Gründungsvorhaben. Diese sollten sich mit wissensbasierter oder kreativer Ausrichtung in der Planungs- und Markteinführungsphase befinden.

Was wird gefördert?

Maximal 3 Gründer*innen pro Team erhalten 2.000 Euro pro Monat für 6 Monate mit Option auf Verlängerung um weitere 6 Monate. Die Hochschulen stellen Arbeitsplätze und bei Bedarf Labore im Förderzeitraum zur Verfügung. Zusätzlich werden die Teams durch ein umfangreiches Mentoring (durch Professoren) und Coaching (durch externe Coaches aus dem Coaching-Pool) unterstützt. Für das externe Fachcoaching gibt es einen Zuschuss im Wert von 1.000 Euro.

Voraussetzungen für die Beantragung des Berliner Startup Stipendiums

Die Stipendien werden in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess vergeben. Unabdingbar ist ein persönliches Gespräch mit dem Gründerservice einer der teilnehmenden Hochschulen vor der Bewerbung.  Das sind Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW).

Bei der Gründung muss es sich um eine Teamgründung handeln, d.h. mindestens 2 Personen und max. 3 Personen können gefördert werden. Die potenziellen Stipendiat*innen müssen maßgeblich an der Erarbeitung des Geschäftsmodells, der Entwicklung des Produktes / der Dienstleistung und der späteren Geschäftsführung beteiligt sein. Und das Geschäftsmodell ist absehbar auf nachhaltigen, wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet. Außerdem darf das Unternehmen noch nicht gegründet bzw. noch nicht wirtschaftlich am Markt tätig sein. Das Unternehmen wird durch eine(n) Professor*in als Mentor begleitet.

Folgende weitere Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Die Gründer*innen haben einen Hochschulabschluss, d.h. mindestens einen Bachelor.
  • Die Gründer/innen arbeiten in Vollzeit an ihrem Gründungsvorhaben, davon mindestens 60 Stunden pro Monat vor Ort.
  • Mind. ein Mitglied des Gründerteams sollte einen Bezug zur Beuth Hochschule, HTW Berlin oder HWR Berlin haben.
  • Der Wohnort der Gründer*innen (Meldeadresse) muss in Berlin sein.

Gründer*innen, die bereits mit einem Gründerstipendium einer anderen Hochschule oder dem EXIST-Gründerstipendium gefördert werden bzw. wurden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Weitere Info & Bewerbung…

Gründung aus der Hochschule

 

Aktuelle Social Media Trends

Social Media Trends 2019

Weltweit nutzen mehr als 3,8 Milliarden Menschen das Internet. Das ist mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.
Mary Meeker veröffentlicht seit 1995 einen Report über die aktuellen Trends im Internet. Dieser Report gilt mittlerweile als Standardwerk mit den wichtigsten Zahlen und Statistiken zur globalen Internetnutzung.
Der aktuelle Report kann –>hier heruntergeladen werden.

Vor allem Twitter, Amazon, Snapchat und Pinterest verzeichnen starken Zuwachs an Werbeeinnahmen. Somit ist damit zu rechnen, dass die Social Media auch weiterhin auf Werbung im Feed setzen und neue Werbeformate entwickeln. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Social-Media-Kanäle weiterhin eine wichtige Rolle im Werbemix einnehmen werden. Verbesserte Targeting-Möglichkeiten der Anbieter werden ihnen künftig eine noch  zielgerichtetere Ansprache ermöglichen.

Instagram und Youtube wachsen weltweit

Global betrachtet zeichnet sich ein erwartbares Bild. Instagram und Youtube sind die klaren Gewinner im Bereich der sozialen Netzwerke. Während Facebook, Whatsapp, Wechat und Twitter das Niveau konstant halten beziehungsweise etwas rückläufig sind, konnten Instagram und Youtube beträchtliche Steigerungen in der täglichen Nutzung erzielen. Video-Stories verzeichnen 100 Prozent Wachstum bei  1,5 Milliarden täglich aktiven Nutzern.

Instagram Stories sind aktuell das dominierende Format im Bereich der sozialen Netzwerke. Auch Whatsapp-Status- und Facebook/Messenger Stories zeigen ein starkes Wachstum. Weltweit gibt es bereits mehr als 1,5 Milliarden Menschen, die täglich diese Story-Formate abrufen. Betrachtet man lediglich den Zeitraum Ende 2018 bis April 2019, so ist vor allem der rasante Anstieg an Facebook/Messenger Stories bemerkenswert.

Quelle: Internet Trends Report 2019

 

Bild- und Videoformate als Standard

Dank der Verbreitung von Smartphones und den damit einhergehenden Tools  wurden Bild- und Videoformate zu den Standardformaten auf den gängigen Social-Media-Plattformen. Instagram – mit mehr als einer Milliarde täglich aktiver Nutzer – ist ein weiterer Einflussfaktor, ebenso Snapchat und Twitter.  Auch bei Twitter ist der Trend erkennbar. Im Jahr 2019 erzielten Bild- und Videoformate mehr als 50 Prozent aller Tweet-Impressions.  Snapchat entwickelt sich trotz der zunehmenden Konkurrenz durch Instagram und andere Story-Formate (bei Whatsapp, Messenger und Facebook) entwickelt sich Snapchat zunehmend zum Content-Creation-Tool.

Social-Media-Wellness

Das kritische Bewusstsein der Nutzer nimmt, nicht zuletzt aufgrund von Datenskandalen und Cyberkriminalität, zu. Darum setzen Apple, Google und Facebook auf mehr Transparenz. So bieten etwa alle der genannten Plattformen die Möglichkeit, das eigene Smartphone- und Social-Media-Verhalten zu beobachten und, falls gewünscht, auch einzuschränken.

Quelle: Internet Trends Report 2019

Tägliche Nutzung von Social Media wächst nur noch leicht

Der zunehmend bewusste Umgang mit Social Media geht mit einem nur noch leichten Anstieg an der täglichen Nutzung einher.  Sie wuchs lediglich um ein Prozent, während Social-Media-Nutzer 2018 noch sechs Prozent mehr Zeit in den sozialen Netzwerken verbrachten.

Insgesamt zeichnet der Internet Trends Report 2019 ein interessantes, wenn auch nicht überraschendes, Bild. Instagram und Youtube – als Bild und Video-Plattformen – gelten als klare Gewinner in der Nutzungsdauer und Verbreitung.

Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt?

Forderungsmanagement ist für alle Unternehmen und Selbstständigen essentiell wichtig

Es gibt wohl kein Unternehmen und keinen Freelancer, der nicht schon einmal Bekanntschaft mit dem Zahlungsverzug gemacht hat. Manchmal sind es einfach umständliche Abläufe oder innerbetriebliche Probleme beim Zahlungspflichtigen, die für verspätete oder ausgefallene Zahlungen sorgen. Außerdem scheinen einige Kunden scheinen nicht zu realisieren, dass sie erbrachte Leistungen zeitnah bezahlen müssen. Und dass wiederholter Zahlungsverzug die Existenz gerade von Selbstständigen und Kleinunternehmen gefährden kann.

Wie Sie sich gegen Zahlungsverzug wehren können, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Prävention: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Gute Vorbereitung wichtig, um Zahlungsverzug zu vermeiden. Klären Sie im Vorfeld mit Ihren Kunden ab, wann welcher Betrag zu zahlen ist. Achten Sie darauf, ein konkretes Fälligkeitsdatum zu nennen und nicht nur „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“ ö. ä. Fristen in Ihre Rechnung schreiben.

Und klären Sie auf, welches die rechtlichen Folgen im Falle einer Nichtzahlung sind. Beispielsweise mit einem Satz wie: Bitte beachten Sie: Spätestens 30 Tage nach Fälligkeit / Zugang der Rechnung tritt gemäß 286 III BGB auch ohne weitere Mahnung der Verzug ein.

Gibt es Hinweise darauf, dass Ihr Kunde nur eingeschränk solvent ist? Dann verlangen Sie eine Anzahlung i. H. v. 5-10 Prozent der Vertragssumme. Erst wenn Sie die Anzahlung erhalten haben, beginnen Sie Ihre Arbeit. Weitere Zahlungen erfolgen dann schrittweise. So erreichen Sie, dass Sie nicht mehr völlig umsonst Leistungen erbringen.

Wirtschaftsauskunftsdateien erteilen Ihnen detaillierte Informationen über Rechtsform, Bankverbindung, Gesellschafter und Zahlungsverhalten. Gute Adressen sind Creditreform und Bürgel. Über Privatpersonen informiert Sie zusätzlich die Schufa, wenn Sie dort Mitglied sind.

Bitten Sie Ihren potentiellen Geschäftspartner um Angabe von Referenzen. Diese Referenzen sind Unternehmen, für die Ihr möglicher Auftraggeber bereits tätig war. Sind diese Kunden zufrieden mit ihm, werden sie Ihnen positive Auskünfte erteilen. Auch das Internet ist behilflich. Geben Sie den Namen des Unternehmens in eine Suchmaschine ein und prüfen Sie die dort aufgelisteten interessanten Ergebnisse. Vergleichsportale oder soziale Medien wie Facebook und Twitter können eine nützliche Informationsquelle sein.

Bei längerfristigen Projekten ist es auf jeden Fall ratsam, mit dem Kunden Zwischenzahlungen zu vereinbaren, die Auftragnehmer leisten müssen, sobald bestimmte, vorab vereinbarte Ziele erreicht bzw. Arbeiten erledigt sind.  Sollte der Kunde dann nicht zahlen, wird das Projekt erst einmal auf Eis gelegt, bis er seine Pflicht erfüllt hat. Die Zahlungsziele müssen im Vertrag festgehalten werden.

Und noch ein Tipp: Sehen Sie sich die Vertragsbedingungen genau an. Manchmal gibt es Klauseln, die dafür sorgen, dass Freelancer erst bezahlt werden, wenn seine Arbeit – beispielsweise Bilder oder Texte –  veröffentlicht sind. Bestehen Sie auf Zahlung nach Ab- bzw. Annahme der Leistung(en). Diese Abnahmen lassen Sie sich schriftlich vom Kunden quittieren.

2. Bis zu einer Woche nach Fälligkeit: Freundlicher Hinweis

Es ist soweit, Ihr Kunde zahlt (noch) nicht. Aber keine Panik, ein paar Tage können schon mal vorkommen. Insbesondere wenn Urlaubszeiten anstehen oder mehrere Feiertage. Damit Sie aber nicht in Vergessenheit geraten und Ihre Rechnung unter Papierbergen auf dem Schreibtisch beim Kunden verschwindet, sollte man sich kurz und freundlich in Erinnerung rufen. Eine kleine E-Mail genügt, in der man nett nachfragt, ob die Rechnung angekommen ist und ob alles in Ordnung ist oder es irgendwelche Probleme gibt.

3. Zehn bis 14 Tage nach Fälligkeit: Anruf genügt (oft)

Sie haben die Rechnung geschickt, per Mail höflich nachgefragt, aber auf dem Konto ist noch nichts angekommen. Rufen Sie jetzt Ihren Kunden an und erklären Sie ihm am Telefon, dass Sie noch immer auf das Geld für ihre Arbeit warten. Den Kunden persönlich anzusprechen und ihn so in eine unangenehme Lage zu bringen, hilft oft mehr als eine E-Mail.

Bei größeren Unternehmen / Organisationen sind die Bezahlprozesse oft schwerfällig. Wenden Sie sich also primär an die Abteilung, die für die Überweisung zuständig ist. Wenn man Ihnen dort nicht hilft / helfen kann, wenden Sie sich nach zwei bis vier Wochen direkt an die Geschäftsleitung. Diese weiß wahrscheinlich gar nichts davon und kann dafür sorgen, dass die Sache schnell aus der Welt geschafft wird.

6. Nach über einem Monat: Suchen Sie sich einen Rechtsbeistand

Wenn alle Bemühungen bislang nichts gebracht haben, können Sie Ihrem Kunden noch eine allerletzte Chance geben, indem Sie ihn mit einer letzten Mahnung in Verzug setzen und weitere rechtliche Schritte prophezeihen. Verstreicht auch die letzte Frist, wenden Sie sich an einen Anwalt wenden oder übergeben Ihre Forderung einem seriösen und zuverlässigen Inkasso-Dienstleister. Haben Sie schließlich einen rechtlichen Titel, müssen Sie noch dafür sorgen, dass dieser –  in der Regel durch einen Gerichtsvollzieher – vollstreckt wird.

Was Sie sonst noch tun können?

Nutzen Sie die neuen Factoring-Angebote! Neue FinTechs, wie Rechnung.de oder Fundflow kaufen Ihre Rechnungen gegen einen Abschlag an. Beim „echten Factoring“ zahlen Sie etwas zwar mehr, bleiben aber von Rückbelastungen verschont. So sparen Sie sich Ärger und sichern sich Liquidität.

Urlaub gut vorbereiten – Checkliste

Vorbereitung einer geplanten Abwesenheit

Hurra – der Urlaub steht vor der Tür. Endlich einfach mal raus aus der Firma, abschalten von der Arbeit… !

Schön wär’s.  Leider sieht die Realität für viele Unternehmer*innen und Solo-Selbstständige ganz anders aus. Immer das Handy bzw. den Laptop dabei und 24/7 in Rufbereitschaft auch am schönsten Strand. Ein Urlaubsort ohne Internetzugang bzw. im „Funkloch“ – eine Katastrophe!

„Ich kann maximal 10 Tage am Stück im Jahr verreisen, muss aber auch dann immer gut erreichbar sein“, höre ich Unternehmer*innen oft sagen. Dabei brauchen gerade wir Selbstständigen echte Erholungspausen, um fit zu bleiben und unsere „Batterien“ regelmäßig wieder aufzuladen.

Die richtige Urlaubsvorbereitung macht’s möglich

Um Ihre Abwesenheit im Unternehmen optimal vorzubereiten, habe ich nachstehende Checklisten für Sie erstellt.

Am besten gehen Sie 2-4 Wochen vor Urlaubsantritt Punkt für Punkt durch. Dann können Sie mit gutem Gewissen und freiem Kopf den Urlaub genießen.

  • Machen Sie sich eine Liste aller der Aufgaben und Termine, die noch unbedingt vor Urlaubsantritt zu erledigen sind.
  • Klären Sie, wer Sie wann und wie genau vertreten soll.
  • Machen Sie eine Liste der Aufgaben und Termine, die während des Urlaubs von Ihrer Vertretung wahrzunehmen sind.
  • Geben Sie Ihrer Vertretung die evtl. erforderlichen Vollmachten.
  • Schränken Sie Ihre Erreichbarkeit während des Urlaubs auf dringende Fälle ein und klären Sie, wie und wann (Anrufzeit) Sie für wen bzw. welchen Fall überhaupt erreichbar sind.
  • Delegieren Sie: Wer soll Was Wann Wie erledigen!
  • Informieren Sie zuständige Personen sind über fällige Fristen (Abgabe, Zahlungen etc.) schriftlich.
  • Richten Sie eine automatische E-Mail-Abwesenheitsmeldung ist eingerichtet. Aus dieser geht der genaue Zeitraum der Abwesenheit hervor und an wen sich die Person in dringenden Fällen wenden kann. Tipp: Geben Sie den Zeitpunkt Ihrer Rückkehr um einen Tag später als tatsächlich an, um ungestört die wichtigsten Aufgaben nach Ihrer Rückkehr abarbeiten zu können.
  • Richten Sie eine Anrufweiterleitung an Ihre Vertretung oder – bei Solo-Selbstständigen einen Anrufbeantwortungsservice ein.
  • Besprechen Sie Anrufbeantworter/die Sprachbox bzgl. Urlaubsabwesenheit.
  • Informieren Sie wichtige Kunden und Geschäftspartner per Mail rechtzeitig über Ihre Abwesenheit.
  • Richten Sie Ihrem zwei Ablagekörbe für den Posteingang ein (einen mit der Aufschrift „Dringend“, einen mit „Nur zur Info“). Mitarbeiter/Kollegen sind entsprechend instruiert. Dann sehen Sie nach Ihrer Rückkehr auf einen Blick die dringendsten Anfragen.
  • Begleichen Sie alle fälligen Rechnungen vor dem Urlaub oder richten Sie Terminüberweisungen ein, um Mahnungen zu vermeiden

Weitere Tipps:

  • Schauen Sie nach, welche Ausweise/Dokumente für Ihren Urlaub notwendig sind und ob diese noch gültig sind
  • informieren Sie sich  über evtl. erforderliche Impfungen bzw. medizinische Vorsorgemaßnahmen bzw. die Auslandskrankenversicherung
  • Für Solo-Preneure: Sie können ein Urlaubspostfach einrichten. Die Post wird dann während IhrerAbwesenheit am Postamt gelagert.
  • Sie sollten auch daran denken evtl. Abos (z. B. Tageszeitung, Zeitschriften) bei längerer Abwesenheit abzubestellen oder Nachsendeauftrag eingerichtet
  • Wichtige Dinge, wie Codes, Wertsochen etc. sollten sicher deponiert sein
  • Geben Sie Ihre detaillierte Reiseroute und Adressen Mitarbeitern oder Angehörigen für Notfälle
  • Sie sollten vorab die wichtigsten Informationen (Notrufnummern, Zollbestimmungen, Handytarife, aktuelle Devisen, Sitten, Adresse und Telefonnummer der Botschaft etc.) vom Urlaubsland sammeln
  • Bei einer Reise mit dem PKW sollten sie rechtzeitig Vignette oder Mautkarte besorgen internationale Versicherung für das Auto (z. B. grüne Versicherungskarte), Auto war bei Inspektion, Warnwesten vorhanden, Ersatzschlüssel eingepackt, Schutzbrief von Automobilclub (falls vorhanden)
  • Sie sollten die wichtigsten Reisedokumente kopieren (sollten sie im Urlaub abhanden kommen)
  • Notieren Sie sich wichtige Telefonnummern (z. B. bei Verlust von EC-Karte)
  • Sorgen Sie dafür, dass Mülleimer geleert werden und Ihr Auto sicher geparkt ist, damit es während der Abwesenheit nicht abgeschleppt wird.

Notfallplanungen nicht vergessen

Der „Notfallkoffer“ in Unternehmen etwas, was man nicht nur vor dem Urlaub bereitgestellt haben sollte. Aber vielleicht ist gerade ein bevorstehender Urlaub die Gelegenheit, den „Notfallkoffer“ zu überprüfen und ggf. nachzurüsten. Wichtige Informationen dazu finden Sie unter https://orthwein-beratung.de/wissenswertes/notfallplanungen

Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, sind Sie und Ihre Mitarbeiter für Ihre Abwesenheit optimal gerüstet. Dann heißt es:

FinTechs unterstützen Selbstständige und KMU

Ergebnisse eines Meetings mit verschiedenen FinTechs in Berlin

Fast die Hälfte aller der kleinen und mittleren Unternehmen klagt über einen erschwerten Zugang zu Bankkrediten. Für Gründer*innen und Startups ist der Zugang zu Investitionskrediten trotz diverser staatlicher Fördermaßnahmen immer noch nicht leicht. Ohne kompetente Beratung und fachliche Begleitung schafft es kaum jemand, die richtige Finanzierung zu optimalen Konditionen zu bekommen. Als besonders problematisch erweist sich in der Praxis zudem der Zugang zu Betriebsmittel– und Rahmenkrediten. Und nicht selten ist es – vorübergehende – Liquiditätsengpässe, welche ein Unternehmen ernsthaft in seiner Existenz gefährden.

Neue digitale Angebote helfen Unternehmen bei der Finanzierung

Am 23.05.2019 hatte ich Gelegenheit im Rahmen eines Meetings in der renommierten Kanzlei Luther nicht nur Vertreter der Firma iwoca wiederzusehen. Ich konnte mich auch neu über die Angebote der creditshelf AG , das Factoring-Portal Rechnung.de und die VAI Trade GmbH informieren und zu den jeweiligen Firmenrepräsentanten persönliche Kontakte aufbauen.

Komplexes Gesamtangebot durch Diversifizierung

Die neuen FinTechs lösen die klassischen Universalbanken ab, ohne Banken an sich überflüssig zu machen. Aber die Komplexität der  Finanzierungsmöglichkeiten und die Möglichkeiten durch die Digitalisierung, lassen sich kaum durch ein einziges Institut darstellen. FinTechs mit ihrer klaren Positionierung und spezifischen Angeboten sind besser und effizienter. Das macht sie schneller und kundenfreundlicher.

Hier nun die FinTechs, die ich beim o. g. Meeting traf und deren Angebot ich für unsere Klienten sehr wertvoll finde:

  • Die creditshelf AG vermittelt über ihre Plattform Unternehmenskredite mit einem Volumen von 100.000 EUR bis 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von bis zu 60 Monaten. Zielkunden sind deutsche KMU ab 2,5 Mio EUR bilanziertem Jahresumsatz. Die Kredite werden von akkreditierten professionellen Investoren über eine geschlossene Auktion vergeben und durch eine voll lizensierte Partnerbank ausbezahlt.
    Unternehmen bezahlen eine Servicegebühr nur bei erfolgreichem Abschluss und Auszahlung des Kredits. Die Tilgung erfolgt wahlweise entweder am Ende der vereinbarten Laufzeit oder monatlich annuitätisch.
    B
    esonders geeignte ist das Angebot für die Finanzierung von Betriebsmitteln, saisonalen Kapitalbedarf,  Wachstum, Nutzung von Skonti, Ausrüstungsfinanzierung, M&A / Nachfolge, Projektfinanzierung, Lageraufbau, Digitalisierungsanforderungen.
  • Rechnung.de wendet sich an kleine Unternehmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige. Über das Portal können Rechnungen – unabhängig von der Betragshöhe! –  zur Vorfinanzierung eingereicht werden. Man wirbt mit einem Rundum-Service von der (kostenfreien) Online-Rechnungserstellung bis hin zum Mahnverfahren. Auch „echtes Factoring“, d. h. Rechnungsankauf mit Ausfallschutz an. Das Angebot scheint mir so auf den ersten Blick noch attraktiver als das des Konkurrenten Fundflow, das ich bereits auf dem Blog vorgestellt habe.
    Besonders interessant ist dieses Angebot für Dienstleister im B2B-Geschäft. Gerade wer für Behörden oder andere größere Organisationen mit schwerfälligen Prozessen arbeitet, kennt die Probleme des langen Wartens auf Bezahlung fälliger Rechnungen.
  • iwoca bietet Selbstständigen und Kleinunternehmen revolvierende Kreditlinien / Rahmenkredite bis 100.000 EUR an. Das Unternehmen ist in Großbritannien, Polen und Deutschland am Markt und wirbt mit schnellster Bearbeitung. Beim Meeting wurde ein Fall erwähnt, bei dem es von der Anfrage bis zur Valutierung nur 3 Minuten 27 Sekunden vergangen sind. Das funktioner allerdings nicht in Deutschland. Denn hierzulande braucht es wegen verschiedener Regulative eben i. d. R. 24 Stunden von Beantragung bis Auszahlung.
  • Das FinTech VAI Trade bietet für kleine und mittelständische Unternehmen die Finanzierungen von Wareneinkäufen bis 50.000 EUR weltweit an und wirbt – ebenso wie die anderen FinTechs mit sehr kurzen Bearbeitungsfristen. Banken haben sich aus dem Geschäft der Vorfinanzierung von (internationalen) Wareneinkäufen für KMU weitgehend zurückgezogen.

 

Startup- und Mittelstandsfinanzierung

 

Sie wissen nicht genau, welches die beste Finanzierung für Ihr Unternehmen ist?
Wir beraten Sie gerne – Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf!

DIN-Connect – Ein spannender Ideenwettbewerb

Gesucht: Innovative Projektideen mit Potenzial für Normung und Standardisierung

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. DIN trägt wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen durch Standardisierung zu unterstützen.

Der inzwischen jährlich stattfindende Wettwerb DIN-Connect richtet sich bevorzugt an Start-ups und KMU. Gefördert werden deren innovative Projektideen mit Potenzial für Normung und Standardisierung. Die Förderhöhe beträgt – abhängig vom Projekt  – zwischen 10.000 und 35.000 Euro.

Das Förderprogramm von DIN und DKE stellt hier eigene finanzielle Mittel zur Verfügung, welche Innovationen zu einem schnelleren Marktzugang zu verhelfen, indem sie in Normung und Standardisierung überführt werden.

Preisträger 2019

Im letzten Durchlauf konnten sich schließlich 20 von 27 Projektideen durchsetzen. Ihre Projekte kommen aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Smarte Technologien & Dienstleistungen, Industrie 4.0, Innovative Arbeitswelt, Ageing Societies, Informationstechnik, Innovative Materialien und Sicherheit in der Elektrotechnik.

Sie werden seit März 2019 für zwölf Monate lang mit 20.000 Euro oder 35.000 Euro gefördert. Zudem erhalten die Gewinner die kostenfreie Standardisierung ihrer Idee und werden von DIN beziehungsweise DKE während des gesamten Prozesses begleitet und unterstützt. Mehr zu den aktuellen Gewinnern…

Warum Normung und Standardisierung?

Eine Norm ist zunächst einmal ein Dokument, das Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren festlegt. Somit wird Klarheit geschaffen, Rationalisierung und Qualitätssicherung unterstützt. Auch dienen Normungen uns Standardisierungen der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen. Ihr volkswirtschaftlicher Nutzen wird auf rund 17 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Normung und Standardisierung sichern Innovationen eine breite Vertrauens- und Akzeptanzbasis. Denn sie garantieren den Anwendern eine Abstimmung auf den aktuellen Stand der Technik. Das bedeutet, dass die Innovation direkt anwendbar ist. So wird Vertrauen geschaffen.

Normung ist ein demokratisches Verfahren. Jeder kann einen Antrag auf Normung stellen und slle an einem Thema interessierten Kreise erhalten die Möglichkeit, mitzuwirken und ihr jeweiliges Fachwissen und ihre Erfahrungen einzubringen. Vor der Verabschiedung werden die Norm-Entwürfe öffentlich gemacht und zur Diskussion gestellt. Die beteiligten Experten müssen sich über die endgültigen Inhalte grundsätzlich einig sein. Spätestens alle fünf Jahre werden Normen auf den Stand der Technik hin überprüft.

Neuer Wettbewerb 2020 startet am 1. Juni 2019

Am 1. Juni 2019 startet die neue Wettbewerbsrunde. Die Ideeneinreichung sollte dann erneut über die Plattform https://din.de/go/din-connect erfolgen, die dann wieder freigeschaltet wird. Weitere Informationen …

Außerdem hier zum Download:
Flyer DIN Connect 2020
FAQ zu DIN Connect
Förderbedingungen DIN Connect 2020
Anleitung_DIN-Connect_2019
Flyer DIN SPEC engl.

 

Positionierung im Marketing

Positionierung

Wenn Gründer*innen sich mit dem wichtigen Thema Marketing beschäftigen, stoßen sie sehr bald auf den Begriff „Positionierung“.

„Positonierung“ ist eines der 5 „P“ im Marketing-Mix: Produkt, Preis, Promotion, Personen … und Positionierung.

Was ist Positionierung?

Die wohl kürzeste Definition für Positionierung stammt von dem britischen Werbefachmann David Mackenzie Ogilvy

Positionierung = Was das Produkt leistet – und für wen

Es geht also um das gezielte Darstellen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Angebot  in den Augen der Zielgruppe positiv von anderen Produkten oder Dienstleistungen unterscheidet. Es ist also wichtig, das eigene Alleinstellungsmerkmal (USP) zu entwickeln und entsprechend zu kommunizieren. Dazu gehört, dass man zuvor die eigene Zielgruppe genau definiert hat.

Muss man für die Positionierung das sprichwörtliche Rad neu erfinden? Nein!

Auch ein bewährtes Geschäftsmodell wird einzigartig, wenn man es auf eine klar definierte Zielgruppe neu ausrichtet!

Die meisten Unternehmen versuchen mit einer einzigen Lösung verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Das bereitet oft Probleme. Von einer dezidierten Positionierung auf eine einzige Zielgruppe ausgerichtet, können gerade kleine Unternehmen und Gründungen profitieren.

Klare Positionierung lohnt sich

Der Markteintritt wird leichter, wenn man die Zielgruppe eingrenzt. Und man kann besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen. Und es lassen sich Innovationen entwickeln, um den Bedürfnissen der Zielgruppe noch mehr entgegenzukommen. Als Folge wird das dezidierte Angebot wertvoller als Konkurrenzangebote mit wenig ausgeprägter Positionierung

Das führt auch dazu, dass Kunden nicht nur besser erreicht und langfristig gebunden werden, sondern je klarer die Positionierung, umso eher sind Kunden auch bereit, höhere Preise zu bezahlen.

Gleichzeitig sinken die Kosten für die Entwicklung des Angebots. Denn eine spitze Positionierung erlaubt es, sich zu fokussieren.  Man lernt seine Zielgruppe rasch sehr genau kennenlernen und erfährt viel über deren Bedürfnisse. Statt sich immer wieder auf andere Kunden mit neuen Problemen einzustellen, erlangen Unternehmen eine hohe Expertise in ihrer Nische.  Das spart letztlich Zeit und Ressourcen, und führt rasch zu Erfolgserlebnissen. Und gerade Gründer*innen brauchen diese positiven Rückkopplungen.

Mit einer spitzen Positionierung und der Konzentration des Unternehmens auf die eigene Nische, muss man auch  wenig Konkurrenz befürchten.  Die gute Nachricht: Es gibt in jeder Branche viele Nischen. So kann  jedes Unternehmen sein eigenes Profil finden und schärfen.

Positionierung ist die Grundlage für Markenbildung

Ziel eines Unternehmens sollte sein, schnell Marktführer in seiner Nische zu werden. Dazu darf die Nische nicht allzu groß sein. Die Engpass-konzentrierte-Strategie empfiehlt eine Nische, die etwa 20-mal so groß ist wie die  Produktions-/Lieferkapazität ist. Mit anderen Worten: Wer nur 2.000 Kunden pro Jahr zuverlässig beliefern kann, braucht nur eine Marktnische mit einem Potenzial von 40.000 Kunden. Das ist scheinbar wenig, aber dafür ist es leichter, sich dort einen Namen zu machen.

Es kommt bei einer starken Marke nicht darauf an, wie viele Menschen sie kennen, sondern darauf, wie gut sie bei ihrer Zielgruppe bekannt ist.

Das bedeutet aber keineswegs, dass somit das Unternehmenswachstum beschränkt ist. Auch in der Nische lässt sich Unternehmenswachstum  entwickeln. Zum Beispiel, in dem man weitere Angebote für dieselbe Zielgruppe schafft. Möglich ist auch, das Angebot auf weitere Zielgruppen auszudehnen.

Wie ist es um Ihre Positionierung bestellt?

Wie genau haben Sie Ihre Zielgruppe genau definiert? Wissen Sie warum Kunden kaufen (sollen)? Leider nehmen es viele Unternehmer*innen nicht so genau mit der Definition ihrer Zielgruppe. Nur, all Tipps zu Marketing, Social Media und Kundenakquise nutzen wenig, solange die Positionierung nicht spitz genug ist. Und dazu bedarf es auch einer klaren Zielgruppendefinition! Und auch, wenn du schon ziemlich gut aufgestellt bist: Es gibt immer etwas zu verbessern.

Erfolgreich positioniert haben sich z. B. die von uns beratenen Unternehmen / Gründungen:

Sie haben Fragen oder brauchen Hilfe bei der Positionierung?

Meine Kolleg*inne und ich helfen gerne.  Und es gibt eine Reihe von Fördermitteln für Beratungen zu Marketingfragen. Sprechen Sie mich einfach an!

Brexit-Chaos verhindern

Ein chaotischer Brexit wird uns alle schwer treffen

Verfolgt man die Nachrichten, so läuft aktuell alles doch auf einen harten, sprich ungeregelten Austritt Großbritanniens am 12.04.2019  aus der EU hinaus. Jedenfalls sollte man auf ein „Worst-Case-Szenario“ vorbereitet sein. Das betrifft nicht zuletzt jene deutschen Unternehmen, die noch immer die Rechtsform einer britischen Limited (Ltd.) haben. Vor der Einführung der UG (haftungsbeschränkt) war dies eine beliebte Form, eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft mit wenig Kapital zu gründen. Sollten Sie oder Ihre Geschäftspartner*innen betroffen sein, lesen Sie bitte meinen ->Blog-Beitrag zum Thema.

Ein ungeordneter Brexit dürfte die deutsche Wirtschaft schwer treffen. Auch das Land Berlin. Laut Angaben der IHK Berlin betrug das Außenhandelsvolumen zwischen der deutschen Hauptstadt und dem Vereinigten Königreich 2018 allein in den Branchen Nahrungs- und Genussmittel sowie Maschinen rund 327 Mio EUR im Export und 97 Mio EUR im Import (vgl. Berliner Wirtschaft 04/2019). Die Beantragung einer EORI Nummer und Ein- bzw. Ausfuhranmeldung online im ATLAS-System, wie sie für den Handel mit Drittstaaten erfolgen müssen, dürften da noch (fast) das geringste Problem sein. Zum Glück haben die Industrie- und Handelskammern unter https://www.ihk.de/brexitcheck ein hilfreiches Tool zur Verfügung gestellt.

Von Ilona Orthwein gibt es übrigens ein Grundlagen-Kompendium zum Außenhandel. Es steht unter dem  Titel:  „Know-how für den Außenhandel“ gegen eine Schutzgebühr zum Download bereit unter http://www.xinxii.com/know-how-fur-den-aussenhandel-p-319640.html

Social Startups im Aufwind

Vom Stiefkind der Gründerlandschaft zum Thema der Politik

Inzwischen nehmen Startups aus dem Bereich Social Entrepreneurship fast 40 Prozent der Gründerlandschaft ein. Aber sie verdienen weder das meiste Geldsammeln, noch sammeln sie das meiste Wagniskapital ein oder warten mit besonders populären Frontleuten auf.  Dabei könnte ihre  Tätigkeit von großer gesellschaftlicher Relevanz sein, wie eine aktuelle Studie nahe legt.

Social Entrepreneurs sind eine treibende Kraft für unsere Gesellschaft….

… Sie sind systemverändernde Unternehmer(innen). Ihre Persönlichkeit, und damit auch ihr Engagement, ist geprägt von ihrem Bekenntnis zum Gemeinwohl, meint Ashoka-Gründer Bill Drayton

Einige Beispiele belegen das:

  • Irrsinnig Menschlich bietet eine wirksame Prävention psychischer Erkrankungen bei Schülern durch Aufklärung und Kontakt mit Betroffenen.
  • Apeiros hilft, Schulverweigerer früh zu erkennen und sofort geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
  • Serlo Education hat die „Wikipedia des Lernens“ entwickelt und ermöglicht einen erfolgreicheren Bildungsweg, weil Schüler sich ihr Wissen selbstständig und im eigenen Tempo aneignen können.

Politiker der Grünen fordern staatliche Unterstützung für Sozial Entrepreneurship

Die Politiker der Grünen wollen nun, dass Social Startups stärker staatlich gefördert werden. Zwar steht diese Förderung schon im aktuellen Koalitionspapier von Union und SPD. Aber an der Umsetzung fehlt es. So belegt Deutschland im Ranking „The best countries to be a Social Entrepreneur“ nur Platz 34 von 45 Ländern.

Schwierig ist für die Sozialen der Zugang  zu öffentlichen Fördermitteln. Aber auch Finanzierungen sind oft schwierig. Diese Unternehmen arbeiten ja nicht nach dem Prinzip der Gewinnerzielung bzw. Gewinnmaximierung, sondern für systemischen Wandel. Dieser zahlt sich langfristig aus, z. B. durch verminderte Gesundheitskosten oder die Einsparung anderer Sozialkosten.

Trotzdem werden Sozialunternehmen bislang von vielen Förderprogrammen ausgeschlossen. Ein Beispiel ist die Beratungsförderung durch die BAFA. Zaghafte Vorstöße zur Förderung gibt es allerdings. Wie ich in meinem Beitrag über das IBB-Programm MikroCrowd berichte.

Die Forerungen der Grünen gehen nun in Richtung verstärkter staatliche Unterstüzung für Social Entrepreneurs. Darunter fallen zinslose Mikrodarlehen ebenso wie eine „Stiftung für digital-soziale Innovationen mit einem angemessenen Budget“. Weitere Forderungen sind ->hier nachzulesen.

Ob und inwieweit sich diese politischen Forderungen aber umsetzen lassen, bleibt fraglich.

Aktuelle Programme für Social Entrepreneurs

Ohne auf den ganz großen Wurf von Seiten der Regierung zu warten, haben sich bereits erste Förderprogramme für Social Entrepreneurs etabliert. Neben der oben erwähnten Investitionsbank Berlin, die beispielsweise ihren GründungBONUS mit einem Volumen von bis max. 50.000 Euro den neuen Sozialunternehmen zur Verfügung stellt, gibt es bereits konkrete Förderung, u. a. seitens SocialImpact, Ashoka oder auch der Generali-Stifung mit dem Programm „The Human Safety Net“. 

Daneben sind Crowdfunding bzw. Crowddonating-Kampagnen auch immer ein gutes Mittel, um auf sich und das eigene soziale Vorhaben aufmerksam zu machen, Unterstützer zu gewinnen und Gelder einzuwerben.

Gerne unterstützen wir Social Entrepreneurs auf ihrem Weg durch gezielte Beratung und Seminare.

Wettbewerbe für Startups

Fast 170 Wettbewerbe gibt es im laufenden Jahr für Gründer und Startups

Wir erklären, warum sich eine Teilnahme auf jeden Fall lohnt!

Über 3 Millionen Euro wurden 2018 in 164 Wettbewerben an Gründer und Startups ausgeschüttet.  Aber nicht nur wegen der Preisgelder lohnt sich eine Teilnahme an den Wettbewerben.

Folgende Faktoren sprechen dafür, an Wettbewerben teilzunehmen:

#1: Die eigene Geschäftsidee auf den Prüfstand stellen

Wettbewerbe helfen, sich mit der eigenen Geschäftsidee noch einmal gründlich auseinanderzusetzen. Die eigene Arbeit am Gründungsvorhaben wird für den Wettbewerb noch einmal gründlich reflektiert.  Kritische Reflexion kommt im hektischen Gründungsalltag oft zu kurz. Die Geschäftsidee auf den Punkt zu bringen und die Aspekte wie die Zielgruppe oder das Marktpotenzial deutlich zu benennen, ist immer hilfreich. Und wer bereits gegründet hat, für den ist eine Wettbewerbsbewerbung ein guter Anlass, um auf die bisherigen Leistungen zurückzublicken und zu zeigen, was man bereits geleistet hat.

#2: Hilfreicher Fachinput und Networking

Auf den Events, die im Rahmen von Gründerwettbewerben stattfinden, tummeln sich nicht nur Mitstreiter, sondern auch Berater, Investoren und Mentoren. Und jedes Feedback von diesen Personen, kann für Gründer*innen hilfreich sein. Außerdem bieten viele Gründerwettbewerbe im Rahmenprogramm Workshops und Seminare zu unternehmensrelevanten Themen an. Und sogar begleitendes Intensivcoachings für Bereiche wie Marketing oder Finanzierung gibt es häufig.  Überdies haben nicht wenige Gründer*innen haben im Rahmen von Wettbewerben Business Angels und Finanziers kennengelernt. Manche Gründerwettbewerbe bieten zudem Alumni-Netzwerke und organisieren regelmäßig für diese exklusive Networking-Events.

#3: Öffentlichkeitsarbeit

Die Jurys der Gründerwettbewerbe selektieren jene Startups, die viel Menge Potenzial haben. Für diese wird dann auch entsprechend PR gemacht. Selbst wenn keine passenden Kapitalgeber bei den Events vor Ort sind, können sie auch über Medienberichterstattung auf Startups mit viel Potenzial aufmerksam werden. Ein gutes Beispiel ist der erste Berliner Supermarkt ohne Verpackungsmüll „Original Unverpackt“. Parallel zu Crowdfunding-Kampagne half die Prämierung im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg  das Unternehmen erfolgreich zu finanzieren. Eine Prämierung ist ein spannendes Thema für Journalisten. Und über die Prämierten wird gerne in den Medien berichtet. Und eine Auszeichnung ist immer ein gutes Aushängeschild für ein Unternehmen. Die meisten Wettbewerbe vergeben im Falle eines Gewinns zudem ein Siegel, das man auf der Website, in Broschüren oder in den sozialen Medien der Öffentlichkeit gut zeigen kann. Das schafft Vertrauen.

#4: Auch Sachpreise locken

Neben attraktiven Preisgeldern locken die meisten Gründerwettbewerbe mit Sachpreisen, wie Coachings, kostenfreien Büro-Arbeitsplätzen, der Finanzierung von Dienstleistungen oder Medienbudgets. Alles Dinge, die Gründer*innen weiterhelfen.

Hier gibt es eine gute Übersicht über die aktuellen Wettbewerbe.

Diese drei haben es geschafft: Hauptgewinner des SINGA-Newcomer-Startup-Award 2018